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Adendorf schützt die Schwalben - Aktion im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Wachtberg-Adendorf - Die „Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung“ beabsichtigt, im Rahmen des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ eine Aktion zum Schutz der Schwalben, insbesondere der Mehlschwalben, durchzuführen.Schwalben sind als Frühlingsboten und Glücksbringer allseits beliebt. Aber die Lebensbedingungen dieser akrobatischen Flugkünstler haben sich im Laufe der Zeit vor allem durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft verschlechtert. Nahrung (Insekten) und Nestbaumaterial (feuchter Lehm) stehen oft nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Zum Teil stört aber auch nur der Schmutz, der durch das Brutgeschehen der Schwalben entsteht.
Mehlschwalben bauen ihre Lehmnester direkt an Hauswände. Kotkleckse, die dann an den Fassaden sichtbar werden, sind bei manchen Hauseigentümern nicht gern gesehen. Deshalb werden Schwalbennester häufig sogar zerstört, was gesetzlich verboten und strafbar ist.
Um auch bei diesen Hauseigentümern mehr Akzeptanz für die Mehlschwalben zu erzeugen, möchte die Aktionsgemeinschaft konkrete Hilfe anbieten: Kotbretter sollen auf Wunsch unter den Nestern angebracht werden und die Hausfassaden vor Verschmutzung schützen.
Geplant ist eine „konzertierte Aktion“ der Aktionsgemeinschaft gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis, der Gemeindeverwaltung Wachtberg und der Freiwilligen Feuerwehr. Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn, wurden gebeten, die Aktion mit fachlichem Rat zu unterstützen.
Hauseigentümer aus Adendorf, die bei der Aktion mitmachen wollen, sind nun aufgerufen, sich zu melden. Das Anbringen der Kotbretter soll in den nächsten Wochen erfolgen, damit die Arbeiten abgeschlossen sind, wenn die Schwalben Ende April/Anfang Mai aus ihren Winterquartieren zurückkehren.
Gleichzeitig könnten auch zusätzliche Kunstnester für Mehlschwalben an den Fassaden angebracht werden.
Die Aktionsgemeinschaft Adendorf hofft auf viel Resonanz. Denn was gehört typischer zu einem Dorf als die Schwalben? Und da sie auch als Glücksbringer gelten, könnten sie Adendorf dem erfolgreichen Abschneiden beim Landeswettbewerb ein gutes Stück näher bringen.
Hauseigentümer aus Adendorf, die an der Aktion teilnehmen möchten, melden sich bitte bei Frau Perkams (02225/947426) oder bei der Umweltbeauftragten der Gemeinde Wachtberg Hannelore Vogel (0228/9544-153).
In einem nächsten Schritt soll auch geprüft werden, ob Hauseigentümer aus anderen Ortschaften in Wachtberg auf diese Weise unterstützt werden können. (GW)
Letzte Änderung: 20. Februar 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg