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Wachtberg zu Fuß bei Minustemperaturen
Wachtberg - Rund 3 Grad minus herrschten am Sonntag, dem 2. Februar 2009, als der Eifelverein Wachtberg zu einer 16 Kilometer-Wanderung durchs Ländchen startete. Immerhin zehn Unverdrossene, dick vermummt aber gutgelaunt, waren gekommen, um sich von Bürgermeister a. D. Hans-Jürgen Döring zeigen und erklären zu lassen, was sich in den fast vierzig Jahren seit Gründung der Gemeinde Wachtberg getan hat.
Seine Fragestellung zum Start: Welche Erwartungen waren mit der kommunalen Neugliederung am 1.8.1969 verbunden, haben sie sich erfüllt und hat sich durch den enormen Einwohnerzuwachs das Landschaftsbild in seinen Grundzügen geändert.
Von Berkum aus mit der Vorstellung des Schul- und Sportzentrums, der Feuerwehr, des Rathauses, der Limbach-Stiftung und der „Grünen Mitte“ ging’s hinauf zum Hümmerich mit seinen herrlichen Ausblicken über das Ländchen hinüber zum Siebengebirge. Am Beispiel der Neubaugebiete Barbara-Strasse und La-Villedieu-Ring wurde die Einwohnerentwicklung vorgestellt, bevor am Einkaufszentrum Themen wie Kaufkraftbindung und die Auswirkung von Arbeitsplätzen und Einwohnerzuwächsen auf den Gemeindehaushalt, aber auch die Probleme der landschaftlichen Einbindung angesprochen wurden. Über den Namensgeber Wachtberg führte die Strecke nach Villip hinüber nach Villiprott, immer begleitet von Erklärungen zum Gewerbegebiet, den enormen Anstrengungen zur Kanalisierung, zur Kindergarten- und Schulsituation und vielem mehr, bis nach Pech mit seinen Neubauten, aber auch der schönen Fachwerkkulisse der alten Hauptstraße.
In der dortigen Kläranlage wusste Wolfgang Köhler, leitender technischer Mitarbeiter der Gemeindewerke Wachtberg, die Gruppe mit seinen Informationen rund um die Abwasserversorgung und die Klärprozesse regelrecht zu begeistern. Ein Teilnehmer merkte an, dass er künftig mit Ehrfurcht seine Toilette benutzen würde.
Die Mittagsrast in der Schutzhütte auf dem Haselingsberg nutzte Döring, die vielen Initiativen darzustellen, mit denen die neugebildete Gemeinde mit ihren einzelnen Orten versuchte, integrativ zwischen den Alteingesessenen und den überaus zahlreichen Neubürgern zu wirken. Beispiele wie der enorme Sportstättenbau in den 70igern und 80igern, die gezielte Entwicklung kultureller Angebote, die zahlreichen Gemeinschaftseinrichtungen wie Köllenhof und Henseler Hof wurden ebenso angesprochen wie die großartige Arbeit der zahlreichen Vereine.
Der Ortsrand des Heiderhofgebiets, Ließem und Gimmersdorf waren die nächsten Stationen, bevor nach sieben Stunden der Ausgangspunkt wieder erreicht war und in einer warmen Gasthausstube die Eingangsfragen diskutiert wurden. Mit positivem Ergebnis übrigens.
Der Eifelverein will übers Jahr ähnliche Veranstaltungen, auch als Busrundfahrten, anbieten.
Letzte Änderung: 11. Februar 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg