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Rhein-Sieg-Kreis: Jahresrückblick 2009
Rhein-Sieg-Kreis - Der Rhein-Sieg-Kreis schaut zurück auf das Jahr 2008. Den Jahresrückblick im Einzelnen finden Sie hier ...
Feuerschutz und Rettungsdienst in Zahlen - Lebensretter rund um die Uhr im Einsatz
Rhein-Sieg-Kreis (al/kl) – Eine der vielen Dienstleistungen, die der Rhein-Sieg-Kreis seinen Bürgern zur Verfügung stellt, ist der Feuer- und Katastrophenschutz sowie der Rettungs- und Notarztdienst. Herzstück aller damit verbundenen Einsätze ist die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises, eine Einsatzzentrale, die den modernsten Standards entspricht. Im Erdgeschoss des Kreishauses laufen alle Anrufe über die Notrufnummer 112 aus dem Rhein-Sieg-Kreis zusammen. Hier werden die Einsätze gesteuert und die Rettungskräfte koordiniert. Um am Ende eines Jahres Bilanz ziehen zu können, werden sämtliche Einsätze beim Rhein-Sieg-Kreis dokumentiert.
Auch im Jahr 2008 waren die Lebensretter rund um die Uhr an 365 Tagen im Einsatz.
Im Schnitt ist alle 100 Sekunden ein Anruf bei der Feuer- und Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises eingegangen. Die meisten Anrufer haben dabei die 112 gewählt.
Bedauerlicherweise sind darunter auch viele Anrufe, bei denen die Anrufer den Notruf in strafbarer Weise missbrauchen, indem sie beispielsweise Notfallsituationen vortäuschen. Dann werden Rettungswagen und Notärzte unnötig alarmiert. In diesen Fällen wird gegen die Anrufer konsequent Strafanzeige erstattet. „Es darf nicht sein, dass Menschen, die sich wirklich in einer Notlage befinden, unter Umständen länger auf Hilfe warten müssen, weil jemand woanders einen Notfall vorgetäuscht hat“ sagt der Leiter der Feuer- und Rettungsleitstelle, Dietmar Klein. „Insbesondere Jugendliche rufen den Notruf aus Spaß oder für eine Mutprobe an. Andere Menschen suchen manchmal nur jemanden zum reden. All diese unnötigen Anrufe sind nicht nur ärgerlich, im Ernstfall blockieren sie die Notrufnummer für Menschen, die wirklich in Gefahr sind.“
Die Zahl der Brandeinsätze ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Es waren abermals rund 1.000 Hilferufe, die die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf den Plan riefen. Diese Zahl entspricht in etwa drei Einsätzen pro Tag! Hinzu kommen rund 3.600 Fälle von technischer Hilfeleistung durch die Feuerwehren, beispielsweise bei eingeklemmten Personen nach Verkehrsunfällen.
Die mehr als 300 Sirenen im Rhein-Sieg-Kreis, die zur Warnung der Bevölkerung zur Verfügung stehen, wurden erst kürzlich, am 5. Dezember, beim Probealarm in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf auf ihre Funktionsfähigkeit getestet. Zudem wurde der Probealarm dazu genutzt, die Menschen darüber zu informieren, wie sie sich im Falle eines richtigen Alarms verhalten sollen.
Im Rhein-Sieg-Kreis sind bei den 19 Feuerwehren der Städte und Gemeinden von Rheinbach bis Windeck sowie den 2 Werkfeuerwehren in Niederkassel und Siegburg an 110 Standorten rund 3.500 ehrenamtliche und 120 hauptberufliche Feuerwehrleute tätig. Rund 600 Fahrzeuge aller beteiligten Feuerwehren und der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, Technisches Hilfswerk, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft stehen für Einsätze zur Verfügung. „Besonders stolz sind wir auf unsere Nachwuchsarbeit in den Jugendfeuerwehren“, sagte der Chef aller Feuerwehren im Kreis, Kreisbrandmeister Walter Jonas, „rund 1.250 Jugendliche engagieren sich hier. Damit sind wir der Landkreis mit den meisten Jugendfeuerwehrangehörigen in NRW.“
Die Feuerwehren sind gleichmäßig im Kreis verteilt. Wird ein Feueralarm durch die Feuer- und Rettungsleitstelle ausgelöst, sind nach durchschnittlich 8 Minuten die ersten 9 Einsatzkräfte vor Ort und nach weiteren 5 Minuten erreichen noch mal mindestens 13 Helfer die Einsatzstelle.
Neben den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren stehen der Feuer- und Rettungsleitstelle im Rettungsdienst standardmäßig 6 Notarzteinsatzfahrzeuge, 18 Rettungstransportwagen und 22 Krankentransportfahrzeuge, zur Verfügung. Ebenso werden Rettungshubschrauber aus Köln, Siegen und Koblenz eingesetzt.
Im Jahr 2008 sind mehr als 33.000 Mal Rettungstransportwagen ausgerückt, um Menschen in Not zu helfen. Das ist im Schnitt 90 Mal pro Tag. Notärzte wurden rund 15.400 Mal angefordert. Dazu kommen noch einmal rund 35.000 Krankentransporte.
Bei Großeinsätzen mit einer Vielzahl von Verletzten kann die Feuer- und Rettungsleitstelle in Siegburg auf weitere Fahrzeuge und Personal der beteiligten Hilfsorganisationen zugreifen. Hier stehen rund 1.500 ehrenamtliche und 150 hauptberufliche Einsatzkräfte zur Verfügung. „Somit können wir gewährleisten, dass auch bei einem so genannten „Massenanfall von Verletzten“ die Betroffenen schnellstmöglich und bestmöglich versorgt werden“, erläutert der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes – Frank Riebandt.
„Die insgesamt 5.000 ehrenamtlichen und 270 hauptberuflichen Einsatzkräfte, die uns im gesamten Hilfeleistungssystem zur Verfügung stehen leisten eine hervorragende Arbeit. Sie alle tragen zur Sicherheit und zur Notfallversorgung der Menschen im Rhein-Sieg-Kreis bei“, sagte Dietmar Klein weiter. „All diesen Helfern gilt auch in diesem Jahr unser Dank. Dank für die gute Zusammenarbeit und dafür, dass wir uns im Ernstfall auf einander verlassen können.“
Sport, Kunst und Kultur im Rhein-Sieg-Kreis - Kultur so hoch und lang wie der Kölner Dom
Rhein-Sieg-Kreis (al/kl) – Alle zwei Jahre wird der Rheinische Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises ausgeschrieben. In diesem Jahr war es wieder so weit. Rund 741 Bewerbungen gingen dazu ein. Alle Beiträge waren in einheitlichen rund 8 Zentimeter hohen Pappkartons verpackt. Stapelt man all diese Kartons aufeinander, reicht der Turm fast bis zum Dach des Mittelschiffes des Kölner Domes, das immerhin 61,10 Meter hoch ist.
Den weitesten Weg legte dabei ein Beitrag aus Australien zurück, doch leider haben sich die rund 16.000 Kilometer von Sydney nicht bezahlt gemacht. Der mit 20.000 Euro dotierte Rheinische Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises ging dieses Jahr an den Künstler Christoph Pöggeler aus Düsseldorf.
Ein weiteres kulturelles Produkt des Rhein-Sieg-Kreises ist das jedes Jahr unter einem anderen Motto stehende Jahrbuch des Kreises. In diesem Jahr zum Thema „Kirchen, Klöster und Kapellen“. Es wurden 7.300 Exemplare des 248 Seiten starken Buches gedruckt Das Buch ist damit etwa 2 Zentimeter dick. Alle Exemplare nebeneinander aufgestellt, ergeben eine Front von 146 Metern, genauso lang wie das Kirchenschiff des Kölner Doms.
Für den Bereich Kultur und Schule hat eine beim Kreis gebildete Jury für 33 Projekte Landesmittel bewilligt. Hierbei flossen Landeszuschüsse in Höhe von insgesamt 67.464,15 Euro. Damit konnten 2.640 Unterrichtsstunden an Schulen im Kreisgebiet finanziert werden, in denen außerhalb des regulären Unterrichts Kunstprojekte durch Künstler, überwiegend aus dem Rhein-Sieg-Kreis, umgesetzt wurden. Die Projekte tragen zur Vermittlung von kultureller Bildung bei.
Auch aus dem Bereich Sport gibt es beeindruckende Zahlen zu vermelden: Im vergangenen Jahr hat der Rhein-Sieg-Kreis 245.000 Euro zur Förderung der Übungsarbeit in Sportvereinen ausgegeben. 284 Sportvereine haben Zuschüsse zur Ausbildung und Honorierung von insgesamt 3.055Übungsleitern erhalten. Sie alle zusammen erteilten mehr als 229.000 Übungsstunden, an denen insgesamt über 143.000 Vereinsmitglieder teilnahmen.
„Diese Zahlen, die aus einem etwas anderen Blickwinkel einige Tätigkeitsfelder des Kultur- und Sportamtes der Kreisverwaltung beleuchten, machen beispielhaft die Reichweite der Förderung von Kunst, Kultur und Sport durch den Rhein-Sieg-Kreis deutlich, der Politik und Verwaltung einen hohen Stellenwert einräumen“, sagte der Leiter des Kultur- und Sportamtes, Rainer Land. „Dabei geht es über die Unterstützung von Personen, Gruppen, Initiativen im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe hinaus, auch um den Rhein-Sieg-Kreis als Raum mit einem lebendigen Kultur- und Sportleben und damit auch als eine attraktive Region zum Wohnen und Arbeiten nach innen wie nach außen zu profilieren.“
Der Rhein-Sieg-Kreis mitten in Europa: Von Polen bis Frankreich nach Kambodscha
Rhein-Sieg-Kreis (al/kl) – Der Rhein-Sieg-Kreis liegt im Herzen Europas, und Europa liegt dem Rhein-Sieg-Kreis am Herzen. Dies zeigt unter anderem der Jahresrückblick des Arbeitskreises Europa des Kreistages, der sich im Rhein-Sieg-Kreis mit diesem zentralen Thema befasst.
Dreimal hat er in diesem Jahr getagt. Zwei der Sitzungen fanden im Kreishaus in Siegburg statt, die dritte in der Jugendakademie Walberberg in Bornheim.
Im Februar wurde das zweite von der EU geförderte „Kambodscha-Projekt“, an dem der Rhein-Sieg-Kreis beteiligt war, im Rahmen von Veranstaltungen und Zeremonien in den Projektstädten Siem Reap und Battambang sowie in der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh, offiziell abgeschlossen. Das Projekt diente dem Verwaltungsaufbau auf kommunaler Ebene in Kambodscha und wurde von der EU finanziert. Mitarbeiter des Kreises standen hier beratend zur Verfügung.
Im März fand der Wettbewerb „Europäischer Marktplatz der Ideen“ bereits zum sechsten Mal im Kreishaus in Siegburg statt. Diesmal waren erstmalig die Schülerinnen und Schüler der 4. Schulklassen im Rhein-Sieg-Kreis aufgerufen, sich mit Europa, den Gemeinsamkeiten und den Unterschieden auseinanderzusetzen. Neun Schulklassen mit insgesamt 250 Schülerinnen und Schülern haben dieses Jahr teilgenommen.
Im April unterzeichnete Landrat Frithjof Kühn im Rahmen der Ausstellung zum Europäischen Jahr der Chancengleichheit „Die Chancen stehen gut!“ die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene. Mit der Charta sind die politischen Gremien im Rhein-Sieg-Kreis und die Kreisverwaltung aufgerufen, konkrete Schritte zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Familie, Beruf und Gesellschaft auf kommunaler Ebene umzusetzen.
Im Juni fand die Hennefer Europawoche statt. Dort war der Rhein-Sieg-Kreis mittlerweile zum vierten Mal mit einem Informationsstand vertreten.
Im September hielten die Bereiche „UN-Millenniumsentwicklungsziele“ und „EU-Förderprogramme“ Einzug auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises und sind nun im Bereich /Bürgerservice/Europa“ abrufbar.
Im Oktober waren die Partner des europäischen Netzwerks EUROFUTUROSCOPE zum ersten Mal in der Region Köln/Bonn zu Gast. Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks aus Belgien, Italien, Finnland, Frankreich, Irland und Ungarn begrüßte Frithjof Kühn als Erster Vorsitzender des Region Köln/Bonn e.V. und Landrat des Rhein-Sieg-Kreises zu ihrer diesjährigen Jahrestagung in Bad Honnef. In diesem Jahr widmeten sich die Teilnehmenden der regionalen Umweltpolitik und der nachhaltigen Entwicklung. Seit seiner Gründung im Jahre 1992 verfolgt der Region Köln/Bonn e.V. das Ziel der regionalen Kooperation sowie der Regionalentwicklung auch im europäischen Miteinander.
Partnerschaftliche Beziehungen unterhält der Rhein-Sieg-Kreis auch weiterhin zum Department de la Vienne in Frankreich und zum Landkreis Boleslawiec / Bunzlau in Polen. Unter anderem reiste eine Delegation des Rhein-Sieg-Kreises, unter Leitung von Kreisdirektorin Annerose Heinze, im September zum Keramikfest nach Bunzlau.
„Der Austausch mit den Bunzlauern war wie immer sehr gelungen und wir freuen uns bereits jetzt, unsere Freunde aus dem polnischen Partnerkreis anlässlich des 40jährigen Jubiläums des Rhein-Sieg-Kreises im kommenden Jahr hier willkommen zu heißen“, resümierte Annerose Heinze den Besuch.
Vom Jagen, Angeln, Sprengen und einigem mehr - Bilanz des Kreisordnungsamtes
Rhein-Sieg-Kreis (al/kl) – Kreisordnungsamt - hier ist der Name Programm. Die Mitarbeiter haben das ganze Jahr ein Auge auf die öffentliche Ordnung. Dabei geht es unter anderem ums Jagen, Angeln, Sprengen und einigem mehr.
Das Ordnungsamt hat zum Beispiel einen Blick auf die Gewerbetreibenden. In Deutschland besteht grundsätzlich Gewerbefreiheit, Voraussetzung ist allerdings, dass sich der Gewerbetreibende als zuverlässig erweist. In 88 Fällen bestand im Rhein-Sieg-Kreis im vergangenen Jahr hieran Zweifel und deshalb wurden Verfahren zur Gewerbeuntersagung eingeleitet. Gründe, die dazu führen, dass ein Gewerbe nicht mehr betrieben werden darf sind beispielsweise, wenn sich der Gewerbetreibender überschuldet oder eine Straftat begeht, die im Zusammenhang mit dem Gewerbe steht. Dann kann ihm auf Lebzeit verboten werden dieses oder ein anderen Gewerbe zu betreiben. In 34 der oben genannten Fälle ist dies 2008 im Rhein-Sieg-Kreis geschehen.
Auch die Genehmigungen für Maklertätigkeiten werden vom Kreisordnungsamt erteilt. Im Jahr 2008 wurden 107 neue Maklererlaubnisse ausgestellt.
Eine Pflicht der Gewerbetreibenden ist es Prüfungsberichte vorzulegen. Hierin dokumentieren Wirtschaftsprüfer, ob und inwieweit die gesetzlichen Pflichten erfüllt werden. 22 Mal musste das Ordnungsamt diesbezüglich ein Bußgeldbescheid erteilen, weil die Berichte nicht oder erst verspätet vorgelegt wurden. In zwei Fällen wurden die Prüfberichte trotz Ordnungswidrigkeitsverfahren nicht vorgelegt und musste daher ein Zwangsgeld festgesetzt werden. Zusätzlich wurden 30 Verwarnungen mit - und etwa 110 Verwarnungen ohne - Verwarnungsgeld ausgesprochen, weil beispielsweise Informations- oder Buchführungspflichten verletzt wurden.
Im Sprengstoffwesen wurden in diesem Jahr 13 Unbedenklichkeitsbescheinigungen und 15 Erlaubnisse nach dem Sprengstoffgesetz an Privatpersonen erteilt. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt, dass der Antragsteller die Zuverlässigkeit und persönliche Eignung für die Teilnahme an einem Sprengstofflehrgang besitzt. Eine solche Bescheinigung benötigen beispielsweise Sportschützen für die Herstellung von Munition. 62 Mal wurde eine Erlaubnis zum Erwerb und Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen verlängert. Wer hingegen gewerblich Sprengstoff erwerben oder damit umgehen möchte, braucht eine Erlaubnis der Bezirksregierung Köln.
Auch die Bekämpfungsgruppe Schwarzarbeit hat in diesem Jahr einige Verfahren eingeleitet. In 147 Fällen ermittelte sie wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung beziehungsweise wegen Verstöße gegen die Handwerksordnung. In 38 Fällen wurde das Verfahren wieder eingestellt.
Auch um die Berechtigung fürs Jagen und Angeln im Rhein-Sieg-Kreis kümmert sich das Ordnungsamt des Rhein-Sieg-Kreises. 349 Personen haben an den beiden Fischerprüfungen in diesem Jahr teilgenommen. Nur 32 davon waren der Prüfung nicht gewachsen. Wesentlich weniger Anwärter gab es hingegen bei der Jägerprüfung. Hieran haben nur 70 Personen teilgenommen, von denen 65 die Prüfung erfolgreich absolviert haben. Der Anteil an Frauen bei dieser Prüfung lag bei knapp über 20 Prozent. Seit April 2008 wurden zudem circa 900 Jagdscheine erteilt oder verlängert.
„Wir stellen immer wieder fest, dass Bürger mit der Frage zu uns kommen: Was macht eigentlich ein Kreisordnungsamt“, sagte der Leiter des Ordnungs- und Polizeiverwaltungsamtes, Klaus Berger. „Die Aufgaben sind so vielfältig, dass eine einfache Antwort darauf kaum möglich ist, wie unser Jahresrückblick zeigt. Wie Anfangs gesagt, wir haben vor allem ein Auge darauf, dass alles seine Ordnung hat und tragen damit wesentlich zum guten Miteinander der Menschen hier im Rhein-Sieg-Kreis bei.“
Wohnungsbauförderung im Rhein-Sieg-Kreis - 290 Familien zu einem eigenen Haus oder Wohnung verholfen
Rhein-Sieg-Kreis (al/kl) – Die Wohnungsbauförderung des Rhein-Sieg-Kreises hat in diesem Jahr rund 290 Familien zu einem eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung verholfen. In Zeiten von Finanzkrise und Bankenpleiten ist die Förderung von Wohneigentum mit zinsgünstigen Landesdarlehen vor allem für Familien mit Kindern eine verlässliche Stütze bei der Finanzierung der eigenen vier Wände.
Die Wohnungsbauförderung bei der Kreisverwaltung ist potentiellen Haus- und Wohnungsbesitzern von Anfang an behilflich. „Dabei wollen wir ein neutraler und kompetenter Beratungspartner sein“, sagte die Leiterin der Abteilung Iris Prinz-Klein. Vom Stellen des Antrages bis hin zur Bearbeitung ist die Kreisverwaltung zuständig.
Die günstigen Konditionen für die Landesmittel sollen den Haus- und Wohnungsbesitzern, die eine Förderung erhalten haben, zudem so lange erhalten bleiben, wie das Familieneinkommen eine bestimmt Grenze nicht übersteigt. Um diese sicher zu stellen wurden im Jahr 2008 genau 131 Zinssenkungsbescheinigungen erteilt.
Neben dem Wohneigentum wird auch der Bau von preisgünstigen Mietwohnungen gefördert. Im Jahr 2008 sind so 71 geförderte Wohnungen neu entstanden. „Wichtig ist es, dass auch Menschen mit geringem Einkommen qualitativ hochwertiger, aber dennoch bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht“, sagte Prinz-Klein weiter. Wer eine solche Wohnung beziehen möchte, benötigt allerdings einen Wohnberechtigungsschein.
Auch diese Bescheinigung ist, zumindest was die acht kreisangehörigen Gemeinden betrifft, bei der Wohnungsbauförderung erhältlich. In diesem Jahr wurden 508 dieser Scheine ausgestellt. Die 11 Städte im Rhein-Sieg-Kreis erteilen die Berechtigungsscheine eigenständig.
Die Förderung des Eigentums- und Mietwohnungsbaues kommt jedoch nicht nur den Bauherren oder späteren Bewohnern zu gute. Von den Auswirkungen profitiert auch der örtliche Mittelstand. Somit wird durch diese Förderung auch der Arbeitsmarkt in der Region gefestigt.
Über Voraussetzungen für eine entsprechende Förderung sowie die verschiedenen Förderbausteine können sich Interessierte im Kreishaus bei der Abteilung Wohnungsbauförderung unter der Rufnummer 02241–13 3219 informieren oder im Internet auf der Seite www.rhein-sieg-kreis.de unter
Ehre, wem Ehre gebührt... - 35 Frauen und Männer im Rhein-Sieg-Kreis mit dem Verdienstorden ausgezeichnet
Rhein-Sieg-Kreis (al/hei) – Zu den erfreulichen Aufgaben eines Landrates und seiner Stellvertreter gehört es, Menschen, die sich auf besondere Weise für ihre Mitmenschen eingesetzt haben oder sich durch besondere Leistungen um das Gemeinwesen verdient gemacht haben, als offizieller Vertreter des Bundespräsidenten einen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland auszuhändigen.
35 Mal konnten Rhein-Sieg-Landrat Frithjof Kühn und seine ehrenamtlichen Vertreter im Jahr 2008 diese Aufgabe übernehmen. 23 Männer und 12 Frauen aus dem Rhein-Sieg-Kreis haben für ihren herausragenden, zumeist ehrenamtlichen Einsatz auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, sportlichem oder geistigem Gebiet die besondere Anerkennung durch den Bundespräsidenten erhalten.
„Ich freue mich, dass in 2008 wieder so viele Menschen in unserem Kreis diese höchste Auszeichnung unseres Staates erhalten haben. Es zeigt, dass unser Rhein-Sieg-Kreis ein lebendiger Kreis ist, in dem herausragendes, zumeist ehrenamtliches, Engagement zum Wohle des Gemeinwesens geleistet wird. Das ist nicht selbstverständlich. In den Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises setzen sich Frauen und Männer alltäglich in Vereinen, im Sozialen, im Sport für Andere ein. Ohne solchen Einsatz und Freude am Miteinander können ein Staat und ein Gemeinwesen nicht funktionieren. Dafür sei den ausgezeichneten Frauen und Männern, aber auch den vielen anderen Menschen, die sich für andere einsetzen, Dank ausgesprochen“, sagt Landrat Frithjof Kühn.
Bisher wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland bundesweit seit seiner Stiftung im Jahre 1951 durch Bundespräsident Theodor Heuss etwa 210.000 Mal verliehen. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Bei der Auszeichnung sind verschiedene Stufen möglich. Sie reichen von der Verdienstmedaille über das Verdienstkreuz am Bande bis hin zum Verdienstkreuz 1. Klasse und dem Großen Verdienstkreuz mit Stern. Im Volksmund hat sich der Begriff „Bundesverdienstkreuz“ eingeprägt.
Die Ordensanregung, also der Vorschlag zur Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, kann von jedem ausgehen. Vorschläge von Personen, die im Rhein-Sieg-Kreis wohnen können formlos unter anderen bei der Kreisverwaltung abgegeben werden. Neben den Angaben zur Person müssen Art und Umfang der besonderen Verdienste aufgeführt werden und dazu gegebenenfalls Referenzpersonen genannt werden. Natürlich kann nicht jede Anregung zu einer Verleihung des Verdienstordens führen, denn die Prüfungskriterien werden sehr streng ausgelegt. Ein Anspruch auf die Verleihung eines Ordens besteht nicht.
Weitere Informationen zum Ordenswesen sind auch auf der Internetseite www.rhein-sieg-kreis.de unter Bürgerservice/Bürgerinformationssystem/Anliegen unter dem Stichwort „Verdienstorden“ abrufbar.
Mein Haus von oben – Katasteramt des Rhein-Sieg-Kreises verfügt über präzise Luftbilder
Rhein-Sieg-Kreis (al) – Wie viele andere Fachbereiche in der Kreisverwaltung haben auch die Verantwortlichen des Katasteramtes im Rhein-Sieg-Kreis auf das Jahr 2008 zurück geblickt. Hierbei fällt auf, dass die Zahl der Grundstücksvermessungen leicht zurückgegangen ist. Eine mögliche Ursache könnte sein, dass die Bevölkerung des Rhein-Sieg-Kreises im vergangenen Jahr nicht mehr – im Gegensatz zu all den Jahren zuvor - kontinuierlich zugenommen hat. Daher ist auch die Nachfrage für Baugrundstücke ein wenig gesunken.
Gleiches hat die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses zum Thema Grundstückswerte zu vermelden. Die Stagnation der Bevölkerungszahl führte zwar nicht dazu, dass die Grundstückspreise zurückgingen, sorgte aber dafür, dass es dort zu einem Preisstillstand kam, ein Phänomen, das es in den letzten Jahrzehnten so noch nicht gegeben hat.
Aber das Jahr 2008 hat noch weitere Neuerungen mit sich gebracht. Ab sofort stehen auf den Internetseiten des Rhein-Sieg-Kreises (www.rhein-sieg-kreis.de) unter der Rubrik „Bürgerservice“ und „Online-Dienste“ im Geodatenportal aktualisierte Luftbilder aus der Befliegung im Frühjahr 2007 zur Verfügung. Die aktuellen Luftbilder bieten im Vergleich zu ihren Vorgängern eine deutlich bessere Qualität. Bislang konnten sie nur im analogen Verfahren mit einer so genannten 30-Zentimeter-Genauigkeit bereitgestellt werden – jetzt stehen für überwiegende Teile des Kreisgebietes Aufnahmen in digitaler Qualität zur Verfügung, die mit einer 10-Zentimeter-Genauigkeit noch deutlich präziser sind. Einzige Ausnahme ist der überwiegend ländlich geprägte östliche Teil des Kreises: er wird zwar auch digital, aber nur mit einer 20-Zentimeter-Genauigkeit dargestellt.
Die Luftbilder lassen sich bis zum Maßstab 1:500 vergrößern. Wer also gerne mal sein eigenes oder das Haus seiner Nachbarn von oben sehen oder gar eine ganze Straße aus der Vogelperspektive betrachten möchte, kann das ab sofort online beim Rhein-Sieg-Kreis tun.
Der Doktor und das liebe Vieh - Von Tierseuchen und anderen Herausforderungen
Rhein-Sieg-Kreis (al) – Auch im Jahr 2008 hatten die Veterinäre des Rhein-Sieg-Kreises alle Hände voll zu tun, Tierseuchen zu bekämpfen beziehungsweise einzudämmen – mit Erfolg. Nachdem im Jahr 2007 etliche landwirtschaftliche Betriebe dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt einen Verdacht auf Blauzungenerkrankung in ihrem Bestand meldeten und in der Folge 743 Tiere, überwiegend Schafe, aber auch Rinder verendeten oder notgetötet werden mussten, wurden im Jahr 2008 flächendeckend Tiere geimpft. Allein diese Impfaktion zu koordinieren, war eine Herausforderung für die Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes, die hervorragend gemeistert wurde. Für eine erneute Impfung im kommenden Frühjahr steht schon jetzt der Impfstoff bereit. „Damit sind wir hoffentlich auf alle Eventualitäten vorbereitet“, resümiert Kreisdirektorin Annerose Heinze.
Doch der Rhein-Sieg-Kreis zählt nicht nur hinsichtlich der Blauzungenkrankheit zu einem gefährdeten Bezirk. Über den linksrheinischen Gebieten schwebt nach wie vor das Damoklesschwert der Wildschweinepest. Erklärtes Ziel ist, die Hausschweinepopulation vor der hoch ansteckenden Schweinepest zu schützen. In diesem Zusammenhang wurden bisher Proben von 273 erlegten Wildschweinen zur Untersuchung auf Schweinepest zum Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt nach Krefeld geschickt. Alle Untersuchungsergebnisse waren negativ. Dennoch dürfen Schweine im gesamten Kreisgebiet nach wie vor nur mit ausdrücklicher Genehmigung im Freiland gehalten werden beziehungsweise in besagten Gebieten, die Wildschweinepest gefährdet sind, gar nicht.
Damit nicht genug, hielten auch noch andere Tierseuchen die Experten des Kreisveterinäramtes auf Trab: die Herpesvirusinfektion bei Rindern (BHV 1), die bovine Virusdiarrhoe (BVD), Salmonellosen, Koi-Herpesvirusinfektionen und die Faulbrut der Bienen. Wegen der Gefahr der Geflügelpest unterliegen größere Geflügelhaltungen nach wie vor der Aufsicht durch die Veterinäre und müssen strenge Auflagen erfüllen.
Die Experten im Amt sind aber nicht nur für die Tierseuchenbekämpfung im Rhein-Sieg-Kreis zuständig, sondern insbesondere auch für die Lebensmittelüberwachung und den Tierschutz.
Die Lebensmittelkontrolleure beim Kreis sind dazu da, die Hygiene und die korrekte Herstellungsweise von Lebensmitteln zu überprüfen. Verbraucherschutz wird hier groß geschrieben. Bei einer Gesamtzahl von 3.293 Kontrollen ergaben sich 660 gebührenpflichtige Nachkontrollen. Diese waren notwendig, da der jeweilige Betrieb Mängel aufwies.
Zudem wurden bislang über 3000 Lebensmittelproben entnommen. Davon wurden circa 8 Prozent beanstandet. Hauptsächlich bemängelt wurde eine fehlerhafte Kennzeichnung des Lebensmittels. Neben den Routinekontrollen wurden auch etliche Verbraucherbeschwerden bearbeitet. Bürger, die mit der angebotenen Ware oder Hygiene eines Lebensmittelbetriebes unzufrieden sind, können über das Bürgerservicebüro des Rhein-Sieg-Kreises eine entsprechende Eingabe machen. Die Lebensmittelüberwachung geht grundsätzlich allen Beschwerden nach. In 60 Prozent der anschließend erfolgten Kontrollen zeigte sich, dass die Eingaben berechtigt waren.
Zum Verbraucherschutz gehört auch die Fleischhygieneüberwachung. Schlagworte wie „Gammelfleisch“ oder „BSE“ sorgen schnell dafür, dass die gesunde Gesichtsfarbe kurzfristig verschwindet. Hier greifen aber die Kreisveterinäre durch. 2008 wurden rund 3.200 Rinder, 3.900 Schweine und 1.000 Schafe geschlachtet und untersucht. Bei circa 800 Rindern über 30 Monate wurden Proben zur Untersuchung auf BSE entnommen. Die Testergebnisse waren alle negativ.
Auch Tierschutz wird im Kreis groß geschrieben. Neben Routinekontrollen wurde über 400 Tierschutzanzeigen nachgegangen. Tierschutzwidrige Haltungen wurden sogleich entsprechend geahndet.
Die Verbraucher haben ein berechtigtes Interesse an der Arbeit der Kreisveterinäre. Allerdings wird deren Zuständigkeits- und Kompetenzbereich auch so manches Mal falsch eingeschätzt. So begab es sich in diesem Jahr, dass sich ein Kunde im Veterinäramt über die seiner Meinung nach unzureichende Belegung seines Hamburgers beschweren wollte, den er kurz zuvor in einem Fastfood-Restaurant gekauft hatte. Man bat ihn, sich mit seiner Beschwerde an das Bürgerservicebüro der Kreisverwaltung zu wenden. Dies wurde mit großem Erstaunen zur Kenntnis genommen: „Wie, Ihr habt hier extra ein Servicebüro für Burger? Beschweren sich denn so viele über die Qualität der Hamburger?“
Bürger im Rhein-Sieg-Kreis gewinnen Wärme aus dem Boden – Energiequelle Erdwärme
Rhein-Sieg-Kreis (al) – Die Bewohner des Rhein-Sieg-Kreises sind alternativen Energiekonzepten gegenüber durchaus aufgeschlossen. Die Zahl derer, die sich für die Errichtung von Erdsonden mit einer Wärmepumpe entscheiden, um ihr Haus zu beheizen, steigt kontinuierlich.
Im Kreisgebiet besteht abhängig vom Wohnort ein mittleres bis sehr gutes Potential für oberflächennahe Geothermie. Diese hat vor allem Häuslebauer dazu bewegt, den Einsatz von Wärmepumpen, die Wärme aus dem Boden entnehmen, bei der Planung der Heizung zu prüfen.
Während in den Jahren 2000 bis 2004 im Mittel etwa 60 Anträge pro Jahr vom Amt für technischen Umweltschutz des Rhein-Sieg-Kreises genehmigt wurden, stieg die Anzahl in den Folgejahren sprunghaft an. Im Jahre 2008 wurden bis kurz vor Jahresschluss rund 250 Anträge eingereicht, die auch zügig genehmigt wurden. Heute nutzen über 1100 Hausbesitzer diese Möglichkeit der Erzeugung von Wärme für das Haus. Besonders die Bürger aus den Städten und Gemeinden Lohmar, Hennef, Neunkirchen-Seelscheid, Troisdorf, Rheinbach und Niederkassel haben sich inzwischen für ein derartiges Heizungssystem entschieden.
Rentabel ist der Einbau einer Wärmepumpe vor allem in Neubauten mit einer Fußbodenheizung oder Niedrigenergiehäusern.
„Doch auch bei bestehender Bausubstanz mit normalen, vor allem überdimensionierten Raum-Heizkörpern kann es sich lohnen, die Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe mit Erdsonde und den Einspareffekt bei den Heizkosten durch den Fachmann ermitteln zu lassen“, betont Dr. Helmut Hoffmann, Leiter des Amtes für Technischen Umweltschutz beim Rhein-Sieg-Kreis und ermutigt so weitere Energiebewusste, sich mit alternativen Methoden auseinander zu setzen und die auch Energieeffizienz der Wohnhäuser im Auge zu behalten . Weitere Informationen sind erhältlich unter www.rhein-sieg-kreis.de .
Über Schilder und Stau, über Sicherheit und Schikane – Bilanz des Straßenverkehrsamtes des Rhein-Sieg-Kreises
Rhein-Sieg-Kreis (al) – "Erst wenn die Straßen hoffnungslos verstopft sind, wird sich der Mensch wieder an seine Beine erinnern", sagte dereinst Cyril Northcote Parkinson (britischer Historiker). Bis dahin ist die Sicherheit im Straßenverkehr eine der vielfältigen Aufgaben, um die sich das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises kümmert.
Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie es zu der Dekoration der Straßen in Form von Schildern und Markierungen kommt? All dies wird in einem vom Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises veranlasst, immer unter der Prämisse, mit möglichst wenig Aufwand und Umstand möglichst hohe Sicherheit zu erreichen. Es geht beim Straßenverkehrsamt also nicht nur um Kraftfahrzeugzulassungen und Führerscheine, wie mancher möglicherweise bis jetzt glaubte.
Oberste Priorität bei allem Handeln ist die Sicherheit aller Beteiligten im Straßenverkehr. Hierzu dienen Schilder, Markierungen und dann und wann auch einmal bauliche Veränderungen im Straßenraum. Im Zuge dessen finden zum Beispiel regelmäßige Verkehrsschauen statt. Beteiligt sind daran unter anderem auch Straßenbauer, Polizei, Vertretern der Kommunen sowie der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC). Kreisdirektorin Annerose Heinze definiert die Aufgabe des Kreises folgendermaßen: „Wir haben besonders den teilweise sehr unübersichtlichen Schilderwald im Auge. Hier wird regelmäßig überprüft und hinterfragt, ob man auf bereits vorhandene Schilder möglicherweise verzichten kann. Das geht natürlich nur, wenn dabei die Sicherheit nicht gefährdet wird und der Verkehr weiterhin gut fließen kann.“
Zudem und leider unvermeidlich werden vom Straßenverkehrsamt aus jährlich rund 600 Baustellen angeordnet. Dies ist für den Verkehrsteilnehmer manchmal lästig, aber im Sinne der Verkehrssicherheit unumgänglich.
Auch beim Rhein-Sieg-Kreis angesiedelt ist die Unfallkommission. Ihre Aufgabe besteht darin, ebenfalls gemeinsam mit Vertretern der Straßenbaulastträger, der Polizei und den Kommunen so genannte Unfallhäufungsstellen zu entschärfen. Aber es geht nicht nur darum, rückblickend zu reagieren, sondern auch vorbeugend aktiv zu werden. Daher sind einige Fachleute des Bereiches Verkehrssicherung damit befasst, präventiv zu arbeiten, das heißt, Publikationen zu bestimmten verkehrssicherheitsrelevanten Themen zu erstellen und auf Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Verkehrssicherheitstag die Verkehrsteilnehmer umfassend zu informieren.
Wer aber glaubt, damit seien die Aufgaben der Verkehrssicherheit erschöpft, liegt falsch. Auch der Taxi- und Mietwagenverkehr mit derzeit rund 190 Taxi- und rund 340 Mietwagenkonzessionen wird mit aufmerksamem Auge überwacht. Im gewerblichen Güterkraftverkehr wurden bislang in etwa 750 Gemeinschaftslizenzen für insgesamt 4100 Fahrzeuge erteilt. Sämtliche Konzessionen beziehungsweise Lizenzen müssen in regelmäßigen Abständen von fünf Jahren neu überprüft werden.
Auch die Routen für Gefahrguttransporte werden in den Räumen des Straßenverkehrsamtes festgelegt. In diesem Zusammenhang werden jährlich circa 800 Genehmigungen für Großraum- und Schwertransporte erteilt sowie rund 80 Fahrtenbücher auferlegt.
Wenig beliebt – das ist auch dem Rhein-Sieg-Kreis klar – sind die stationären und mobilen Geschwindigkeitsmessungen. Sie werden im Mehrschichtbetrieb auch an Wochenenden durchgeführt. Und wer sich in diesem Zusammenhang schwarz ärgert über die angebliche „Abzocke“ bei diesen Kontrollen, sollte sich besser vor Augen führen, dass diese Messungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zwingend erforderlich sind. Vielleicht hilft es, sich zu vergegenwärtigen, dass überhöhte Geschwindigkeit neben Alkohol und Drogen immer noch eine der Hauptunfallursachen darstellt. Um die teilweise erschreckenden Zahlen zu senken und Unfälle zu reduzieren, werden diese Messungen deshalb an ausgewählten Unfallhäufungsstellen und Gefahrenpunkten vorgenommen. Und der Erfolg gibt diesem Vorgehen Recht, wie die neueren Auswertungen der Unfallzahlen an den Messstellen deutlich zeigen. Unfälle weiterhin mit allen Mitteln zu reduzieren, bleibt daher oberstes Gebot, und wer sich an die Regeln hält, braucht die Messungen nicht zu fürchten.
Wer hierzu Zahlen lesen möchte: Jährlich werden etwa 90.000 Geschwindigkeitsverstöße durch die Bußgeldstelle bearbeitet und geahndet. Hinzu kommen in diesem Bereich noch etwa 20.000 sonstige Verfahren wie etwa Gurtverstöße, Lenkzeitüberschreitungen und die Unfallsachbearbeitung.
Inzwischen scheinen zumindest Betroffene erkannt zu haben, wie notwendig diese Form der Verkehrsüberwachung ist. Davon zeugt auch der „Liebesbeweis“, den die Mitarbeiter der Geschwindigkeitsüberwachung nach der Mainacht im Jahr 2007 an einer Anlage vorfanden.
Dieter Siegberg, Leiter des Straßenverkehrsamtes im Rhein-Sieg-Kreis, zeigt sich verhalten optimistisch: „Es bleibt zu hoffen, dass immer mehr Verkehrsteilnehmer erkennen, dass es sich bei Geschwindigkeitskontrollen nicht um Schikane handelt, sondern dass die Sicherheit aller hierbei im Vordergrund steht.“ Aus diesem Grund hat der Rhein-Sieg-Kreis auch die Standorte seiner Starenkästen auf den Internetseiten veröffentlicht. Unter www.rhein-sieg-kreis.de kann jeder Interessierte im Bereich Bürgerservice unter „Dienstleistungen“ – „Verkehr“ nachschauen, wo im Kreisgebiet die Geschwindigkeit per Starenkasten kontrolliert wird.
Psychologische Beratungsdienste im Rhein-Sieg-Kreis – bei familiärer und schulischer Not ein Fels in der Brandung
Rhein-Sieg-Kreis (al) – Wie viele andere ihrer Kollegen beim Rhein-Sieg-Kreis ziehen auch die Fachleute der Psychologischen Beratungsdienste am Jahresende Bilanz. Die vier Erziehungs- und Familienberatungsstellen des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg (zuständig für Siegburg, Lohmar, Much und Neunkirchen-Seelscheid), Eitorf (Eitorf, Windeck und Ruppichteroth), Rheinbach (Rheinbach, Meckenheim, Wachtberg und Swisttal) und Bornheim (Bornheim und Alfter) verzeichnen auch für das Jahr 2008 wieder eine hohe Nachfrage nach Beratung. Bis Anfang Dezember suchten knapp 1500 Familien, Eltern oder Alleinerziehende Unterstützung und Rat bei den Fachleuten. Einige waren dabei unsicher in Erziehungsfragen, andere wiederum benötigten Hilfe bei Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten ihrer Kinder. Bei mehr als einem Drittel aller Fälle ersuchte man die Beratungsstellen um Hilfe, weil sowohl Kinder als auch Eltern aufgrund einer Trennung oder Scheidung der Eltern stark belastet waren. Trotz der hohen Zahl der Neuanmeldungen konnten die Wartezeiten stabil gehalten werden: In 98 Prozent aller Anmeldungen bekamen die Ratsuchenden innerhalb eines Monats einen Termin für ein Erstgespräch mit einer Fachkraft.
Seit Jahren sind Kinder, die von Trennung und Scheidung ihrer Eltern betroffen sind, in der Erziehungsberatung überrepräsentiert. Auch in diesem Jahr boten die Erziehungsberatungsstellen wieder spezielle Gruppen für diese Kinder an. „Für Kinder ist es immer am schwersten, wenn eine Beziehung in die Brüche geht. Deshalb ist es wichtig, dass sie von kompetenten Ansprechpartnern alle nur erdenkliche Unterstützung erhalten“, meint Kreisdirektorin Annerose Heinze.
Von den Kindern und Jugendlichen, deretwegen sich Eltern an die 20 Beraterinnen und Berater in den vier Beratungsstellen wandten, sind über die Hälfte zwischen sechs und 15 Jahren. Rund 20 Prozent der Ratsuchenden sind Jugendliche und Heranwachsende und 25 Prozent sind Kinder im Vorschulalter. Gerade auf die letzte Gruppe richten sich die präventiven Angebote – hier ist ein neuer Schwerpunkt der Erziehungsberatung entstanden. Die Vor-Ort-Aktivitäten in Kindertagesstätten und Familienzentren zielen darauf ab, die Erziehungskompetenz zu stärken, Entwicklungsauffälligkeiten und Problemlagen früher zu erkennen und häufig auch den Zugang zur Beratungsstelle zu erleichtern. Im Einzugsbereich der Erziehungs- und Familienberatungsstellen des Kreises sind 20 Familienzentren im gesamten Kreisgebiet gegründet worden. Von ihnen haben im Laufe des vergangenen Jahres Jahres 14 einen Kooperationsvertrag mit den zuständigen Kreis-Erziehungsberatungsstellen (EB) geschlossen.
Auch die in 2008 ausgeweitete Zusammenarbeit der Erziehungsberatungsstellen mit dem Jugendhilfezentrum Eitorf im regionalen Netzwerk „Frühe Hilfen“ an der Oberen Sieg und mit dem Jugendhilfezentrum Neunkirchen-Seelscheid dient insbesondere der Förderung und dem Schutz der jungen Kinder.
Im Bereich des Schulpsychologischen Dienstes ist das Angebot weiterhin breit gefächert. Seit 35 Jahren steht ein Team des Schulpsychologischen Dienstes (derzeit acht Schulpsychologinnen und Schulpsychologen und zwei Sozialpädagogen) Schülerinnen und Schülern aller Schulformen im Rhein-Sieg-Kreis mit Rat und Tat zur Seite. Auch Eltern und andere Bezugspersonen sowie Lehrerinnen und Lehrer der hiesigen Schulen können sich mit Fragen und Problemen an die Hauptstelle in Siegburg und der Außenstelle in Bornheim (in der dortigen Erziehungs- und Familienberatungsstelle) wenden. Darüber hinaus gibt es regelmäßige wöchentliche Sprechstunden in Rheinbach in der dortigen EB. Die Fachleute des Schulpsychologischen Dienstes sind kompetente Ansprechpartner, wenn es um Fragen des Lernens und der Schule geht.
Bis Anfang Dezember wurden 1015 Neuanmeldungen (1107 Anmeldungen gesamt 2007) im Rahmen der Einzelfallberatung aufgenommen. Besonders stark stiegen im Jahr 2008 die Anfragen (zwei bis drei pro Schulwoche) von Lehrerinnen und Lehrern, Schulleiterinnen und Schulleitern oder Elternvertretern. Anlass für den gestiegenen Beratungsbedarf gaben häufig soziale Konflikte in Klassen (zum Beispiel Mobbing), Umgang mit schwierigen Schülern, Störungen des Unterrichts, Leistungs- und Schulverweigerung, aber auch mangelnde Kooperation oder Konflikte mit Eltern.
Für das nächste Jahr ist gerade im Bereich der Gewaltprävention und Krisenintervention ein Ausbau der präventiven Angebote an Schulen geplant. Zudem wird die Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer bei der Umsetzung der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler ein verstärkter Arbeitsschwerpunkt des Schulpsychologischen Dienstes an Schulen sein.
Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.rhein-sieg-kreis.de .
Von Fahrerlaubnissen, Verkehrsverstößen und Präventionsarbeit - Führerscheinstelle des Straßenverkehrsamtes des Rhein-Sieg-Kreises sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Rhein-Sieg-Kreis (mw) – Mehr als 10.000 neue Fahrerlaubnisse hat das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises im vergangenen Jahr 2008 an die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Sieg-Kreises erteilt. Dazu zählen Fahrerlaubnisse, die zum ersten Mal erteilt oder erweitert beziehungsweise umgeschrieben wurden.
Rund 2.600 Fahrerlaubnisse – also mehr als ein Viertel - erhielten junge Menschen, die als 17-Jährige am Modellversuch „Begleitendes Fahren ab 17“ teilnehmen. Damit ist es ihnen möglich, nach bestandener theoretischer und praktischer Führerscheinprüfung in Begleitung eines namentlich benannten Erwachsenen einen Personenkraftwagen im öffentlichen Straßenverkehr zu führen. Die 17-Jährigen sollen so mehr Fahrpraxis und Fahrkompetenz erwerben, bevor sie mit Erreichen des 18. Lebensjahres - ohne eine neue Prüfung abzulegen – alleine fahren dürfen.
Alle Fahranfänger, gleich welchen Alters, unterliegen innerhalb der zweijährigen Probezeit der besonderen Aufmerksamkeit der Verkehrsbehörde. Im Jahr 2008 mussten nach entsprechenden Verkehrsverstößen mehr als 500 Aufbauseminare angeordnet werden, wodurch sich die Probezeit für die Betreffenden um weitere zwei Jahre auf insgesamt vier Jahre verlängerte.
Aber auch: Mehr als 1.700 Bürgerinnen und Bürger mussten eine Zeitlang – aufgrund eines Fahrverbotes zwischen einem und drei Monaten – auf den geliebten Platz hinter dem Steuer verzichten und den Führerschein für diese Zeit abgeben. Weitere fast 700 Führerscheinbesitzer traf es noch härter: ihnen wurde die Fahrerlaubnis gerichtlich entzogen und muss neu beantragt werden.
Rund 700 Personen konnte nach Ablauf der Sperrfrist und anschließenden Eignungsprüfung – in der Regel eine medizinisch-psychologische Untersuchung – die Fahrerlaubnis neu erteilt werden.
Fast 1.100 Führerscheinbesitzer aus dem Rhein-Sieg-Kreis haben durch verschiedene Verkehrsverstöße im Verkehrszentralregister in Flensburg 8 Punkte angesammelt. Sie wurden gebührenpflichtig verwarnt und auf die Folgen weiterer Verkehrsverstöße hingewiesen. Denn: Sind 14 Punkte erreicht, muss an einem Aufbauseminar teilgenommen werden, bei 18 Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen.
Einen besonderen Stellenwert der Arbeit des Straßenverkehrsamtes des Rhein-Sieg-Kreises nahm auch in diesem Jahr die Drogenpräventionsarbeit in Kooperation mit der Kreispolizei und der Polizei Bonn ein. Seit 2003 läuft das gemeinsame Präventionsprojekt „Drogen und Führerschein passen nicht zusammen“ erfolgreich an Schulen im Rhein-Sieg-Kreis. In mehr als 40 Schulen einschließlich der kreiseigenen Berufskollegs wurden im Jahr 2008 etwa 4.000 Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse über die Gefahren und Folgen aufgeklärt, die Besitz und Einnahme von illegalen Drogen auf den Führerschein haben.
Wie notwendig diese frühzeitige Aufklärungsarbeit ist, zeigt eine hohe Zahl von Fällen, die von der Polizei gemeldet wurde: 327 Personen mussten aufgrund ihres Betäubungsmittelkonsums überprüft werden, ob sie noch geeignet sind, ein Fahrzeug zu führen. In einem Drittel der Fälle wurde die Fahrerlaubnis entzogen. Viele andere müssen auch innerhalb des nächsten Jahres noch mehrmals unangekündigt Blut und Urin auf illegale Drogen untersuchen lassen. Übrigens: Die Kosten eines solchen Verfahrens können leicht 1.000 Euro erreichen und müssen unabhängig vom Ausgang des Verfahrens von den Betroffenen begleichen werden!
Aber auch ältere Menschen, die entweder durch einen Verkehrsunfall auffielen oder von besorgten Angehörigen gemeldet wurden, sind im vergangenen Jahr getestet worden, ob sie für sich selber oder für andere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Je nach Ergebnis der Fahrprobe in Begleitung eines Sachverständigen oder durch ein ärztliches Gutachten konnte die Fahrerlaubnis, eventuell mit Auflagen, belassen oder musste entzogen werden.
In einem Fall bestand der Verkehrsteilnehmer darauf, bei der Fahrprobe nicht nur vom Sachverständigen, sondern auch von seiner Ehefrau begleitet zu werden. Bereits nach kurzer Fahrstrecke wurde der Grund deutlich: Allein das Bedienen des Fahrzeuges nahm die Konzentration des älteren Herrn so in Beschlag, dass er alles, was sich draußen ereignete, nicht mehr wahrnahm. Dies übernahm seine Frau und gab ihm entsprechende Anweisungen. Die Fahrprobe wurde in diesem Fall sofort abgebrochen und die Fahrerlaubnis musste entzogen werden.
Ehe- und Altersjubiläen im Rhein-Sieg-Kreis
Rhein-Sieg-Kreis (al) – „Drum prüfe, wer sich ewig bindet.“ – Auch wenn dieser Spruch zuweilen leicht antiquiert wirkt, hat er dennoch volle Gültigkeit. So trotzt im Rhein-Sieg-Kreis die beeindruckende Zahl von 1501 Ehejubiläen im Jahr 2008 den heutigen Statistiken, die nach wie vor hohe Scheidungsraten präsentieren.
Wie in jedem Jahr wurden auch in 2008 im Büro des Landrates Frithjof Kühn darüber Buch geführt, wie viele Ehepaare 50 Jahre und länger verheiratet waren und ein Jubiläum feiern konnten. Allein 1215 Paare feierten im vergangenen Jahr ihre Goldene Hochzeit und damit 50 Ehejahre. Übertroffen wurden sie von 241 Jubelpaaren, die es gar auf 60 gemeinsame Jahre brachten und Diamanthochzeit feiern konnten. Im Vergleich zur Statistik der Vorjahre gab es mit 42 Paaren sogar einen Rekord an Eisernen Hochzeiten, also jeweils 65 gemeinsamen Ehejahren. Dies ist umso mehr beeindruckend, als diese Ehen noch zur Zeit des zweiten Weltkrieges geschlossen wurden. Drei Paare im Rhein-Sieg-Kreis konnten sogar das Fest der Gnadenhochzeit begehen und dabei auf 70 Ehejahre zurückblicken.
Landrat Frithjof Kühn freut sich: “Die hohe Anzahl der Jubiläen ist sehr beachtlich! In Zeiten einer nach wie vor steigenden Anzahl von Ehescheidungen ist es für mich immer ein schöner Anlass, zu den Ehejubiläen zu gratulieren. In den Städten und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis existieren vielfältige Projekte für Seniorinnen und Senioren; viele Angebote tragen dazu bei, dass die Menschen bis ins hohe Alter Lebensqualität im Rhein-Sieg-Kreis erfahren.“
Vielleicht ist dies auch einer der Gründe, warum es auch im vergangenen Jahr mit 29 Jubilaren wieder eine erstaunlich hohe Zahl an Seniorinnen und Senioren gab, die ihren 100. Geburtstag begehen konnten. Bei elf Bürgerinnen und Bürgern des Kreises jährte sich das Wiegenfest zum 102. Mal und bei weiteren fünf gar zum 103. Mal. Die älteste Bürgerin des Kreises wurde 2008 stolze 106 Jahre alt. Aber auch ein 104. und ein 105. Geburtstag konnte gefeiert werden. „Die Menschen fühlen sich im Rhein-Sieg-Kreis wohl und heimisch. Die intakte Landschaft und das gute Wohnumfeld sind sicher neben dem medizinischen Fortschritt auch Gründe, warum man hier gut alt werden kann“, meint Landrat Kühn. Die Zahlen sprechen zumindest dafür.
Erziehung ist auch Männersache - Elterngeld wird bei Vätern immer beliebter
Rhein-Sieg-Kreis (al/kl) – „Das erste Jahr in dem wir als Kreis für das Elterngeld zuständig sind, haben wir erfolgreich gemeistert“, zieht der Sozialdezernent des Rhein-Sieg-Kreises Hermann Allroggen Bilanz „viele junge Eltern beantragen das Elterngeld und es wird vor allem bei Vätern immer beliebter“. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6.257 Anträge auf Elterngeld gestellt. Die Quote der Väter unter den Elterngeldempfängern stieg von 13,8 Prozent im ersten Quartal auf 18,7 Prozent am Jahresende. Tendenz weiterhin steigend.
Im Rahmen der Reform der Versorgungsverwaltung in Nordrhein Westfalen hatte der Rhein-Sieg-Kreis die Zuständigkeit für das Elterngeld zum 1. Januar 2008 vom mittlerweile aufgelösten Versorgungsamt in Köln übernommen. Auch das fachlich geschulte Team von sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte von dort übernommen werden.
„Besonders wichtig ist für junge Familien vor allem die schnelle Abwicklung der Anträge“, sagte Hermann Allroggen weiter. Die Bearbeitungszeit der Anträge beträgt beim Kreis im Durchschnitt zwei Wochen. Nahezu alle Anträge konnten abgeschlossen werden.
Neben der Bearbeitung der Anträge bietet das Sozialamt auch Beratungen zum Elterngeld und zur Elternzeit an. Viele Betroffene nehmen dieses Serviceangebot im Kreishaus und bei den Außensprechtagen in der Rheinbacher Stadtverwaltung, im Haus Heisterbach in Königswinter gerne in Anspruch.
„Diese neue Aufgabe hat unser Engagement als lokale soziale Behörde vervollständigt“, sagte Hermann Allroggen abschließend, „die Menschen im Kreis nehmen unser Angebot auch wegen der räumlichen Nähe zunehmend in Anspruch Das zeigt, dass die Verlagerung der Aufgabe hin zu den Bürgerinnen und Bürgern die richtige Entscheidung war“.
Letzte Änderung: 19. Januar 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg