Ein Wegekreuz ist zurückgekehrt - Blausteinkreuz von 1710

Lokales - Mitteilung aus der Gemeinde Wachtberg-Adendorf - Am ersten Novemberwochenende dieses Jahres, das auf Allerheiligen und Allerseelen fiel, erlebten Spaziergängerinnen und Spaziergänger aus Adendorf in Richtung Eckendorf längs der Kreisstraße 36 ihr blaues Wunder – ein kleines Wegekreuz, vor einigen Jahren verschwunden, vermisst aber nicht vergessen - stand wieder an seinem alten Platz.

Auch die Vorsitzende der Ortsvertretung Adendorf, Ursula Perkams, traute ihren Augen nicht. Denn all ihre Versuche, in dem notwendigen Sparhaushalt der Gemeinde Wachtberg Geld für die Wiederherstellung und -aufstellung dieses Wegekreuzes locker zu machen, hatten keinen Erfolg gehabt.

Schon zweimal war es zerstört an seinem etwas exponierten Standort Kreuzung Eckendorfer Straße K 36 / Wirtschaftsweg zur Swist aufgefunden und von der Gemeinde Wachtberg geborgen worden. Die Verursacher, ob durch Vandalismus oder Unfall, sind bis heute nicht bekannt. Seine Blessuren sieht man auch dem restaurierten Kreuz noch an. Das macht das Wiedersehen mit ihm umso liebenswerter.

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an die Untere Denkmalbehörde der Gemeinde Wachtberg, hier an Frau Margarete Schmitz, die dafür gesorgt hat, dass dieses Kreuz nicht weiter zerbrochen auf dem Gelände des gemeindlichen Bauhofs lagert. In ihrem Auftrag hat es Restaurator Wolfgang Maria Ewerhart für den Preis von ca.1300 Euro wiederhergestellt und mit seinem alten Betonsockel wieder an seinem angestammten Platz aufgestellt. Die Inschrift dieses Wegekreuzes aus in unserer Gegend seltenem Blau (Kalk) Stein mit klar erkennbarem Kreuz- und Sonnenrelief, das wahrscheinlich ursprünglich ein Grabkreuz war, ist fast nicht mehr zu entziffern. Aber es ist ein wertvoller steinerner Zeuge der Geschichte der Menschen in Adendorf. (OV Ad., U. Perkams)