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Offenes Atelier bei Rudolf Hürth
Wachtberg-Kürrighoven – Der Architekt, Maler und Bildhauer Rudolf Hürth aus Kürrighoven öffnete anlässlich der 2. Wachtberger Kulturwoche am ersten Wochenende sein Atelier und machte seinen Skulpturenpark, wie schon im Vorjahr, wieder zu einem ganz besonderen Ort der Begegnung mit der Kunst. Ein interessantes Rahmenprogramm mit Musik und Literatur lud die Gäste zusätzlich zum längeren Verweilen ein.
Hürths Garten verzaubert: Da stehen wie selbstverständlich zwischen Bäumen und Büschen klassische Säulen neben modernen, abstrakten Stelen des Künstlers, aus alten Brunnen und Trögen plätschert Wasser, selbst die Blumengefäße und Steine wirken durch ihre im Laufe der Zeit angesetzte Patina gleichwohl skulptural.

In diesem Jahr überraschte Rudolf Hürth die Besucher mit neuen, ungewohnt farbigen Stelen. In leuchtend Blau-Türkis, Rot-Orange und Gelb hatte er seine, oft übermannsgroßen Exponate im Park verteilt. In Stein gehauene Emotion, menschliche Körper in Bewegung im Kontrast zum harten Stein, in den sie eingezwängt oder heraus zu streben scheinen - eine starke Dynamik haftet Hürths Plastiken immer an. Durch den Einsatz der klaren Farben scheint sich diese Aussagekraft noch zu verstärken.
Im Ausstellungspark spielte sich auch das bunte Rahmenprogramm ab, das Hürth für sein Wochenende des Offenen Ateliers auf die Beine gestellt hatte.

Am Samstagnachmittag gab Rainer Engberding im Gewächshaus eine erste Leseprobe aus seinem neuesten Buch „Im Schatten der Kugel“, das pünktlich zum Beginn der Kulturwoche fertig gedruckt vorlag. Engberding ist bereits vielen Insidern als Kriminalschriftsteller aus dem Ländchen bekannt.
Abends stand ein Konzert des Gimmersdorfer Jazz-Pianisten Thomas Lennartz gemeinsam mit Markus Aschenbruck (Gitarre, Gesang) und Robert Leh (Bass) auf dem Programm. Die Zuhörer kamen hier in den Genuss ganz neuer Arrangements, zum Teil aus Lennartz Solo-Album „Voyages“ (vormals „Unterwegs“) und aus „Am Meer“, und noch nicht veröffentlichter neuer Stücke aus der Zusammenarbeit mit Markus Aschenbruck.
Der Sonntag bot Musik mit dem Nachwuchsmusiker Jens Kratzenberg am Klavier und Literarisches mit der Wachtberger Autorin Sylvia Hofmann. Gemeinsam mit Eva Knaps und der Unterstützung von Stefan Hahn, der den männlichen Part übernahm, las sie aus ihrem Roman „Die wandelbare Frau“.
Musikalisch begleitete sie dabei das Querflöten-Duo mit Sabine Schneider und Angela Kuper. Nach der Lesung wurde es geschichtlich. Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums spielten unter der Leitung von Sylvia Hofmann eine „Schulstunde vor hundert Jahren“ nach und holten damit zu guter Letzt auch noch die berühmte Blümchen verteilende Blumenfrau Veronika Schüffelgen, dargestellt von Petra Karrenbauer der Studiobühne Wachtberg, in die Kulturwoche 2008. (GW)
Letzte Änderung: 02. Oktober 2008 - © 2008 Gemeinde Wachtberg