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On top - Kultur im Garten bei Gudrun Rosenberg
Wachtberg-Gimmersdorf – Die Gimmersdorfer Künstlerin Gudrun Rosenberg zeigte am Eröffnungswochenende der 2. Wachtberger Kulturwoche wieder einmal, dass sie mit ihrer Idee eines Kulturgartens in ihrem privaten Garten genau richtig lag. Zehn Künstlerinnen und Künstler präsentierten zwei Tage gemeinsam ihre vielfältigen Arbeiten – eingebunden in ein buntes Rahmenprogramm aus Musik und Theater.
On top war nicht nur das Wetter, das die Teilnehmer dieser Freiluft-Aktion mit Sonnenschein belohnte, sondern auch die große Besucherzahl. Die Fan-Gemeinde dieser Art der sehr persönlichen Kunst-Darbietung scheint seit der letzten Kulturwoche mächtig gewachsen zu sein.

Altbürgermeister Hans-Jürgen Döring eröffnete Gudrun Rosenbergs Kulturgarten und dankte ihr als Gastgeberin für die Bereitstellung ihres Gartens und für den doch sehr persönlichen Einblick, den sie und die (Hobby-) Künstlerinnen und Künstler mit dem Ausstellen ihrer Werke den Betrachtern gewähren.

Gudrun Rosenberg selbst begeisterte mit ihren Bildern und Plastiken das Publikum. Besonders ihre Katzenfiguren hatten es vielen Besuchern angetan.
Anne-Rose Kontetzki hatte eine Vielzahl von kleinen Tonköpfen „on top“ auf Stangen im Garten verteilt und noch einige Radierungen zu den Themen Tanzen und Zeitzeichen mitgebracht.

Jochen Müller verwendet neben Aquarellfarben auch Ölkreide kombiniert mit Ölfarben für seine Rhein- und Toscana-Impressionen. Extreme Stimmungen finde er schön, sagte Müller mit Blick auf die Darstellung eines Wintergewitters.
Heiner Pilger widmet sich in seinen Aquarellen vorwiegend Wachtberg-Motiven.

Kirsten Arians überzeugte mit ihren akribisch genauen Tierportraits.
Hildegard Auen-Kühlwetter zeigte Landschaften und Frauenportraits, besonders interessant hierbei war ihre Technik mit Ei-Tempera in leuchtenden Farbtönen.

Ulrike Brücken brachte mit ihrem Schmuckdesign die Augen vieler kleiner und großer Besucherinnen zum Leuchten.
Rosanne Giersbergs ausgestelltes Porzellan beeindruckte durch ihre filigranen Malereien.
Sabine Ostermann hatte Körbe voller thematisch sortierter Fotokarten mitgebracht. Bei der Vielzahl der schönen Aufnahmen war für jeden etwas dabei.

Norbert Schüffelgen äußerte in seinen Ölgemälden Gesellschaftskritik, wodurch sich mit vielen Betrachtern interessante Gespräche ergaben.
Musikalisch unterhielten samstags die Watchill Stompers und sonntags der Jazz-Pianist Thomas Lennartz die Besucher.
Amüsant war die Märchenaufführung in Kurzform und mit vertauschten Rollen der Studiobühne Wachtberg.
Klassik gab es mit dem Tenor Nico Heinrich, Landes- und Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“ 2008. Er gab Arien, unter anderem aus Mozarts „Zauberflöte“ und Verdis „Il Trovatore“, zum Besten.
Den Künstlerinnen und Künstlern sah man die Freude über das große Besucherinteresse an. Rund 250 Gäste kamen am Samstag; der Sonntag war ebenfalls gut besucht. So fand Gudrun Rosenberg auf die Frage nach ihren Beweggründen für ihren Kulturgarten auch keine rechte Antwort, aber das brauchte sie auch nicht, sprachen doch ihre vor Begeisterung strahlenden Augen Bände. (GW)
Letzte Änderung: 9. September 2008 - © 2008 Gemeinde Wachtberg