Ein Töpferpfad für Adendorf

Mitteilung aus der Gemeinde Eine großzügige Spende der Stiftungen der Kreissparkasse Köln macht ihn möglich.

Der Töpferpfad ist ein Projekt zur Förderung von Maßnahmen zur Belebung alter Traditionen im rheinischen Töpferort Adendorf. Er wurde mit Unterstützung der Gemeinde Wachtberg gemeinsam durch die linksrheinische Rhein-Voreifel Touristik e.V. und die Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung in Angriff genommen.
Zwölf Stationen bzw. Infotafeln sind für den Töpferpfad vorgesehen, 5 große und 7 kleine. Den Text der Tafeln hat die Kunsthistorikerin, Frau Dr. Margit Euler, in Zusammenarbeit mit den Adendorfer Töpfern verfasst und entsprechend die Standorte der Tafeln bestimmt. Die 5 größeren Tafeln informieren über die Entstehung der Tonlager, die Geschichte des Tonabbaus und der Töpferei in Adendorf, die 7 kleineren stellen die noch produzierenden Töpferwerkstätten vor. Der Verlauf des Weges in und um Adendorf sowie weitere Informationen werden auch im Internet und in einem begleitenden Flyer veröffentlicht. Zusätzlich sollen an den Ortseingängen handgefertigte Tontafeln der einzelnen Töpfereien großformatig auf den Töpferort aufmerksam machen.

Den Zuschuss zum Projekt „Töpferpfad in Adendorf“ in Höhe von 6.000 Euro hatte die Aktionsgemeinschaft mit der entsprechenden Begründung bei den Stiftungen der Kreissparkasse Köln beantragt und im Juni 2008 die Zusage der Förderung in voller Höhe erhalten. Für diese großzügige Spende sagen sowohl die Aktionsgemeinschaft als auch die Adendorfer Töpfer herzlichen Dank Der Dank geht aber auch an Frau Dr. Euler, Frau Eva Konrath, Geschäftsführerin der Rhein-Voreifel Touristik, den Wirtschaftsförderer der Gemeinde Wachtberg, Herrn Klaus Huse, und besonders an Bürgermeister Theo Hüffel.

Die Motivation zur schnellen Realisierung des Töpferpfades ist bei allen Beteiligten groß, die Vorbereitungsarbeiten sind in vollem Gang. Ende 2008 soll der Töpferpfad stehen, am liebsten natürlich schon zu den Adendorfer Töpfertagen im Oktober.

Aber es gibt auch mittelfristige Pläne für den Töpferort, deren Umsetzung die Vorsitzende der Ortsvertretung Adendorf und der Aktionsgemeinschaft, Ursula Perkams, für notwendig und zukunftsweisend hält. So sollten alle ehemaligen Töpfereien und Töpferfamilien durch ein kleines Schild an den betreffenden Häusern erkennbar gemacht werden, um auf Dauer das Erbe eines historischen Töpferortes lebendig zu erhalten. In einem kleinen authentischen Töpfermuseum sollte die Geschichte der Töpferfamilien in Adendorf, ihrer typischen Produkte, ihrer Arbeitsgeräte und Maschinen exemplarisch festgehalten und wissenschaftlich betreut werden.

Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung e. V.
(Vorsitzende Ursula Perkams, Tel. 02225-947426)