Godesberger Heimatblätter mit zwei Beiträgen zur Wachtberger Geschichte

Godesberger Heimatblätter 45 (2007): Widmen sich in zwei Beiträgen auch der Geschichte Wachtbergs. Bad Godesberg/Wachtberg – Die jährlich erscheinenden Godesberger Heimatblätter widmen sich, was vielfach kaum bekannt sein dürfte, auch immer in ein bis zwei Beiträgen mit der Geschichte der sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu Godesberg befindenden Gemeinde Wachtberg.

In der jetzt herausgegebenen 45. Ausgabe der Godesberger Heimatblätter finden sich so auch zwei Kapitel zur Historie Wachtbergs, auch bekannt als „Drachenfelser Ländchen“.

Frank Hüllen, in Niederbachem lebender Heimatforscher, der den Lesern der Godesberger Heimatblätter als Autor einiger Beiträge bereits bekannt sein dürfte, hat dieses Mal über die Burggrafen von Drachenfels, der Burg Gudenau und dem „Drachenfelser Ländchen“ geschrieben. Kenntnisreich und pointiert zeichnet er die wechselvolle und teilweise recht turbulente Verbindung zwischen Burggrafen und Drachenfelser Untertanen nach. Der Aufstand der Ländchenbewohner gegen die drückenden Frondienste wird ebenso gewürdigt wie die Baugeschichte der Burg Gudenau, die bekanntlich als eine der weitläufigsten und prächtigsten Adelsresidenzen des Rheinlands gilt. Gestützt auf bisher nicht bekanntes Quellenmaterial kann er dabei einige der verbreiteten Irrtümer bezüglich der Burggrafen und ihrer Herrschaft über das Ländchen korrigieren.

Ein besonders spannendes Kapitel seiner Abhandlung beschäftigt sich mit der Wiederentdeckung des Gruftgewölbes unter der Villiper Pfarrkirche. Hier war das Erbbegräbnis der Burggrafen, in dem Generationen von Waldbotts und Vorst-Lombecks zur letzten Ruhe gebettet wurden. Abgerundet und aufgelockert wird die gelungene Darstellung von zahlreichen historischen, teilweise hier erstmals veröffentlichten Abbildungen.

Barbara Hausmanns, selbst in ViIliprott lebende Historikerin, ist ebenfalls in der Geschichte Villips fündig geworden. Sie hat die Biografie der legendären Villiper Blumenfrau Veronika Schüffelgen und deren Verbindung zu der nicht minder berühmten Godesberger Lindenwirtin aufgezeichnet. Gestützt auf Unterlagen aus dem Besitz des Schüffelgen-Urenkels Horst Schüffelgen zeichnet sie das Bild einer pfiffigen und im Rahmen ihrer Zeit durchaus emanzipierten Frau. Anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit im Jahr 1918 erhielten Veronika Schüffelgen und ihr Mann Glückwünsche aus aller Welt, darunter auch Präsente des deutschen Kaisers und des Kronprinzen. Die kleine Blumenfrau aus Villip, die Kontakte bis in die höchsten Kreise hatte, starb hochbetagt im Sommer 1937.

Die Godesberger Heimatblätter sind zum Preis von jeweils 12 Euro erhältlich in den Geschäftsstellen des "Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V." :

  • Mo. bis Fr. von 10 bis 18 Uhr, Sa. von 10 bis 12 Uhr beim Stadt-Marketing-Pavillon Moltkestraße (gegenüber dem Bahnhof),
  • Do. von 16 bis 18 Uhr in der SWB-Geschäftsstelle, Alte Bahnhofstraße 22,
  • Di. von 16 bis 18 Uhr Rathaus Bad Godesberg, Kurfürstenallee 2-3, Zimmer 180

sowie telefonisch unter Tel: (0228) 773258 bzw. im Internet unter www.vhh-badgodesberg.de  .