Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises informiert über wichtige Impfungen vor Reisen in ferne Länder

Rhein-Sieg-Kreis Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Die Urlaubszeit ist für viele die schönste Zeit des Jahres. „Damit der Urlaub auch wirklich zu einem wunderbaren Erlebnis wird, sollten Sie sich auch in gesundheitlicher Sicht gut auf die Reise vorbereiten und Ihren Impfschutz überprüfen“, rät Erich Klemme, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Zum einen gibt es Pflichtimpfungen, die von den Behörden bestimmter Länder bei den Einreisenden gefordert werden. Zum anderen gibt es empfohlene Impfungen, deren Durchführung im Ermessen des Reisenden liegt.

Zu den im Kindesalter üblichen Impfungen können bei Fernreisen Impfungen gegen die Infektionserkrankungen Gelbsucht vom Typ Hepatitis A oder Gelbsucht vom Typ Hepatitis B hinzukommen. Weitere mögliche Infektionskrankheiten sind:

FSME (Früsommer-Meningoenzephalitis): Sie wird durch das FSME-Virus ausgelöst wird und vor allem in den Monaten März bis November durch Zeckenstiche übertragen. In Deutschland finden sich Übertragungsgebiete vorwiegend im Bayerischen Wald, im Schwarzwald und Odenwald, außerhalb Deutschlands in Österreich und in Osteuropa. Die Impfung besteht aus drei Injektionen. Die ersten beiden werden im Abstand von einem bis drei Monaten vorgenommen und eine dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten. Der Schutz beginnt etwa 14 Tage nach der zweiten Impfung. Die FSME darf nicht mit der ebenfalls durch Zecken übertragenen Borreliose verwechselt werden, gegen die es keinen Impfschutz gibt.

Gelbfieber: Diese Viruserkrankung wird durch Stechmücken übertragen und kann tödlich enden. Ratsam ist die Schutzimpfung bei Reisen nach Zentralafrika und Südamerika. Saudi Arabien schreibt ihn während der Pilgerzeiten vor.

Japanische Enzephalitis: Die Japanische Enzephalitis wird durch Mücken übertragen und durch einen Virus ausgelöst. Sie tritt nicht nur in Japan, sondern in allen gemäßigten und tropischen Zonen Asiens auf. Die Impfung gegen Japanische Enzephalitis ist wichtig, wenn Sie einen Aufenthalt in die ländlichen Gegenden Asiens planen, vor allem während der mückenreichen Regenzeit.

Kinderlähmung (Poliomyelitis): Die Ansteckung erfolgt über verseuchte Nahrung und Wasser. Eine erhöhte Infektionsgefahr besteht zurzeit in einigen asiatischen und afrikanischen Ländern wie zum Beispiel Indien, Pakistan, Niger und Ägypten.

Malaria: Diese fieberhafte Tropenkrankheit wird durch Mücken übertragen und führt unbehandelt oft zum Tod. In Teilen von Afrika und Asiens ist die Ansteckungsgefahr erhöht. Es gibt zwar noch keine ausreichend wirksame Impfung; durch Einnahme von bestimmten Medikamenten kann man sich jedoch nach einer Infektion vor einem weiteren Ausbruch der gefährlichen Erkrankung schützen.

Tollwut: Die Tollwut ist eine meist tödliche Viruserkrankung, die von Tieren, zum Beispiel Hunde, Füchse, Katzen, Mäuse durch deren Speichel - meist beim Biss - auf den Menschen übertragen wird. Besonders groß ist die Tollwut-Gefahr in Südamerika, Zentralafrika und Asien (außer Japan).

Typhus: Die Ansteckung erfolgt über Trinkwasser oder Nahrung. Besondere Risikogebiete finden sich in Teilen von Asien und Nordafrika.

Wer wissen möchte, welche Impfungen für das Einreiseland vorgeschrieben oder empfohlen werden, und wie die Impfung verabreicht wird, kann sich an das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises, - Der Landrat -, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Telefon 02241/13-3535, wenden. (RSK)