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Kreisentwicklungskonzept 2020
Der Rhein-Sieg-Kreis und die neunzehn kreisangehörigen Kommunen machen sich zukunftsfähig. Sie beabsichtigen, gemeinsam ein Kreisentwicklungskonzept mit der Perspektive auf das Jahr 2020 zu erstellen. Dies vereinbarten Landrat Frithjof Kühn und die Bürgermeister der neunzehn Kommunen in ihrer gemeinsamen Sitzung der Hauptverwaltungsbeamten im Siegburger Kreishaus.
"Ziel ist es, dass wir uns rechtzeitig auf den demografischen Wandel in allen öffentlichen Lebensbereichen, wie Bildung und Soziales, Arbeitsplätze, Umwelt und Verkehr, einstellen," sagte Landrat Frithjof Kühn. Damit wollen sich die Kommunen und der Rhein-Sieg-Kreis zukunftsfähig machen und den für Wirtschaft, Arbeit und junge Familien attraktiven Kreis mit seinen neunzehn Städten und Gemeinden lebendig ausbauen und erhalten.
Im Wettbewerb konkurrierender Regionen um die Ansiedlung von Unternehmen, qualifizierten Arbeitskräften und Einwohnerzuwächsen gewinnen Standortfaktoren wie Wohnqualität, Dienstleistungen und Infrastruktur zunehmend an Bedeutung. Das erfordert neue Handlungsstrategien, Planungen und auch im Hinblick auf begrenzte finanzielle Ressourcen ein Umdenken in Fragen der regionalen und interkommunalen Zusammenarbeit.
"Das 'Kreisentwicklungskonzept 2020' hat Pilotcharakter", beschreibt Kreisdirektorin Annerose Heinze das Konzept, "es ermöglicht genaue, konkrete Planungen und Zielvereinbarungen. Alle kommunalen und regionalen Akteure, wie Kommunen, Kreis, Bürgerinnen und Bürger, sollen dabei kooperativ an dem Entwicklungsprozess mitwirken". Erste Analyseergebnisse werden bereits zum Jahresende 2008 erwartet, um Fragen zu beantworten, wie beispielsweise "Wie viele Kindergartenplätze benötigen die Kommunen bis 2020? Wie werden sich die Schülerzahlen entwickeln?"
Mit der fachlichen Begleitung soll die Technische Universität TU Kaiserslautern, Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung, unter der Leitung von Frau Prof. Troeger-Weiß, befasst werden. Das Institut ist in der Region auf Grund seiner bisherigen Tätigkeit im Regionalen Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) bekannt.
Die Kosten belaufen sich auf rund 100.000 EURO. Um diese in einem überschaubaren Rahmen zu halten und um Wiederholungen zu vermeiden, soll auf bereits bestehende oder sich in Erarbeitung befindliche Daten wie zum Beispiel kommunale Entwicklungs- oder Bedarfspläne oder Ergebnisse des :rak-Projektes „Handlungskonzept Wohnungsbau 2020“ (weitere Information: www.wohnregion-bonn.de) zurückgegriffen werden.

Aus Kostengründen wird zur Bestandsaufnahme ausschließlich sekundärstatistisch gearbeitet, das heißt, es wird auf bekanntes Datenmaterial zurückgegriffen; es werden keine neuen Daten erhoben.
Darüber hinaus bieten sich durch die Einbindung der Technischen Universität Kaiserslautern fachlich wertvolle und kostenmindernde Synergieeffekte an, da diese bereits in :rak-Projekten tätig ist.
"Es ist ein guter Ansatz, wenn alle Kreiskommunen im Interesse des Ganzen in dieser Art, über kommunale Grenzen hinweg, zusammenarbeiten", sagte der Sprecher der Hauptverwaltungsbeamten, Troisdorfs Bürgermeister Manfred Uedelhoven, "letztendlich profitieren wir alle davon".
Als Start und um allen kommunalen und regionalen Akteuren Informationen zum „Kreisentwicklungskonzept 2020“ zu liefern, findet im Frühjahr 2008 eine große Auftaktveranstaltung mit den Beteiligten statt. (RSK)
Letzte Änderung: 20. Dezember 2007 - © 2007 Gemeinde Wachtberg