4. Wachtberger Vorlesetag - 39 Vorleser haben über 800 Wachtberger Kindern vorgelesen

Vorlesetag: Bürgermeister Theo Hüffel als Vorlesepate in Adendorf Wachtberg - Im Rahmen des vierten bundesweiten Vorlesetages der Initiative „Wir lesen vor – überall & jederzeit“, die von der Stiftung Lesen und der Wochenzeitung DIE ZEIT ins Leben gerufen wurde, lasen um den 23. November 39 Vorleser in den Klassen der Wachtberger Schulen. Der Wachtberger Vorlesetag wurde vom Büchereiverbund der Gemeinde organisiert.

In der Grundschule Adendorf lasen 5, in der Grundschule in Berkum 12, an der Hauptschule 9, in der Grundschule in Niederbachem 8 und in der Grundschule in Pech 5 Vorleser. An der Grundschule Villip waren die älteren Schüler Vorlesepaten für die Kleinen.

Den Vorlesern war es ein Herzensanliegen diese Leseförderungsinitiative in Wachtberg zu unterstützen. Besonders sind dabei die engagierten und vorlesefreudigen Wachtberger zu nennen, die neben den Prominenten, den Bundestagsabgeordneten Ulrike Merten und Norbert Röttgen, der Journalistin Mogge-Stubbe, dem Bürgermeister Theo Hüffel, den stellvertretenden Bürgermeistern Ursula Perkams, Renate Offergeld und Paul Giersberg, dem ehemaligen Bürgermeister Hans-Jürgen Döring, den Mitgliedern des Rates und der Gemeindeausschüsse und Jürgen Alt vom Schriftstellerverband NRW halfen, für die Vorlesepraxis in Wachtberg zu werben.

Die Vorlesepaten setzen sich dafür ein, dass Kinder von klein auf mit Büchern vertraut werden. „Nur wer als Kind gelernt hat, Bücher zu lieben, wird sich auch als Jugendlicher und Erwachsener in der Welt der Buchstaben zu Hause fühlen. Wir als Erwachsene sollten uns verpflichtet fühlen, den Kindern zu helfen, sich diese Welt zu erschließen“, meint die Vorsitzende der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“, Gitta Connemann.

Zum Vorlesetag wurde auch in Berlin eine Studie zum Vorlesen vorgestellt. Sie wurde von der Deutschen Bahn AG, DIE ZEIT und Stiftung Lesen initiiert. Das Ergebnis ist, dass die deutschen Eltern ihren Kinder zu selten vorlesen: 42 Prozent der Eltern von Kindern im besten Vorlesealter unter zehn Jahren lesen nur unregelmäßig oder gar nicht vor. Damit werden nach Ralf Klein-Bölting von der Deutschen Bahn AG: „Kindern, denen nicht regelmäßig vorgelesen wird, Bildungschancen vorenthalten“.

4. Wachtberger VorlesetagAus Anlass des Wachtberger Vorlesetages sollten sich die Eltern in der Gemeinde aufgefordert fühlen, durch ihr Vorlesen eine lebendige Vorlesekultur aufzubauen. Sie sollten dabei bedenken, was der Schauspieler Oliver Rohrbeck bei der Vorstellung der oben genannten Studie sagte: „Vorlesen ist keine lästige Pflicht, die man abends nach dem Ausräumen der Spülmaschine noch schnell miterledigt – es macht einfach Spaß.“ Das meinten auch die Vorleser in Wachtberg in ihren ersten Rückmeldungen zum Vorlesetag an den Wachtberger Schulen. (Kurt Zimmermann, Leiter des Büchereiverbundes der Gemeinde Wachtberg)