Austraße in Niederbachem, Unser Ortsbild, Kunstrasenplätze

Logo Bürgermeister-Info Austraße in Niederbachem - Die Herstellung einer Verkehrsberuhigung in der Austraße zur sicheren Trennung zwischen Fußgängern und Fahrzeugen sorgte in der letzten Sitzung des Bau-, Vergabe- und Verkehrsausschusses noch einmal für etwas Verwirrung.

Der Grund war wohl die Erwartung, im Ausschuss eine angepasste Planvariante fachlich vorzustellen und zu beraten. Für diesen Zweck hat der Rat der Gemeinde Wachtberg 15.000 Euro in den Haushalt 2009 eingestellt.
Der Haushalt 2009 hat aber noch keine Rechtskraft. Daher kann auch ein Planungsauftrag noch nicht vergeben werden. Damit dürfte das Missverständnis, die Verwaltung habe die Kompetenzen des Ausschusses missachtet, aufgeklärt sein.
Nach Rechtskraft des Haushalts wird die Verwaltung den notwendigen Planungsauftrag vergeben. Danach werden die erarbeiteten Planalternativen der Ortsvertretung, dem Ausschuss und insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Dieses Verfahren wird so rechtzeitig abgeschlossen sein, dass die Umsetzung der Maßnahme, wie geplant, im Jahr 2010 erfolgen kann.

Unser Ortsbild

Gefreut haben wir uns über einen Hinweis des Heimatvereins Pech. Dieser hatte sieben Betonringe aus unserem Lagerbestand im Austausch für marode Holzblumenkästen im Ortseingangsbereich angefordert. Man solle nicht alles direkt schlecht reden, war der Hinweis. Betonringe seien sicherlich für sich gesehen nichts schönes, aber mit einer Bepflanzung könne man hiermit schöne Gestaltungsakzente setzen. Sogar eine Gartenfachzeitschrift gebe hierzu Anregungen.
Der Heimatverein machte die Anregung, doch einmal einen Wettbewerb nach dem Motto „Wer hat das schönste Pflanzgefäß“ auszuschreiben. Diese Anregung finden wir toll und greifen sie gerne auf. Viele Bürgerinnen und Bürger kümmern sich ehrenamtlich um öffentliche Grünanlagen und tragen damit zur Verschönerung unseres Ortsbildes bei. Sie übernehmen Patenschaften für Pflanzgefäße, Baumscheiben, Grünflächen oder auch Wegekreuze. Daher unsere Bitte an alle ehrenamtlichen Grünpaten oder die, die es werden wollen:
Melden Sie sich bei uns. Wir wollen attraktive und schöne Beispiele prämieren. Schöne Preise, wie Einkaufsgutscheine oder Konzertkarten, warten auf Sie. Ansprechpartnerin in unserem Hause ist Hannelore Vogel, Rathausstraße 34, 53343 Wachtberg, Telefon: (0228) 9544 153, E-Mail: hannelore.vogel@wachtberg.de.

Kunstrasenplätze

Ein bemerkenswertes Projekt startet der SV Wachtberg gemeinsam mit der Gemeinde Wachtberg. Kunstrasenplätze sind mittlerweile ein sportpolitisches Thema. Wachsende Mobilität sorgt für einen echten Konkurrenzkampf der Vereine um die Sportjugend. Eine Kunstrasenanlage ist nicht nur für die Spitzensportler ein echtes Highlight.
Auch die Gemeinde hat großes Interesse an der Realisierung eines Kunstrasenplatzes. Der Stellenwert der Jugendarbeit in der Gemeinde Wachtberg hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Jugendräume in Villip, Adendorf und Pech, die mit großer Unterstützung von Fördervereinen und der evangelischen Kirche geschaffen wurden, sind positive Beispiele.
Unsere Vereine sind jugendpolitisch eine wichtige Säule in unserer Gemeinde. Sie bieten sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Kommunikation für unsere Jugend. Eine moderne Kunstrasenanlage mit überregionaler Bedeutung ist daher auch jugendpolitisch ein echtes Pfund.
Der Bau der Kunstrasenanlage in Wachtberg-Berkum ist so etwas wie ein PPP-Modell (Public Private Partnership) zwischen der Gemeinde und dem Ehrenamt.

Hierzu die Fakten:

  1. Der SV Wachtberg ist Bauherr und trägt das Risiko für die Realisierung des Kunstrasenplatzes.
  2. Die Finanzierung erfolgt über eine örtliche Bank. Die NRW-Bank erteilt über ein spezielles Förderprogramm eine Haftungsfreistellung bis zur Investitionssumme von 240.000 Euro. Darüber hinaus eine 80-prozentige Haftungsfeistellung. Die Finanzierung erfolgt über 20 Jahre.
  3. Die Gemeinde Wachtberg beteiligt sich mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro. Darüber hinaus sichert sie die Lücke bei der Haftungsfreistellung für den Verein mit einer Bürgschaft. Diese beträgt 68.000 Euro.

Dieses Modell ist das Ergebnis eines runden Tisches mit den Sportvereinen. Die Gespräche zeigten, dass alle Sportvereine nicht nur den Spitzensport, sondern vor allem die Nachwuchs- und Jugendarbeit im Fokus haben und hier auf breiter Basis zusammenarbeiten.
Diese konstruktive Runde darf nicht einschlafen. Das direkte Gespräch hat aufgezeigt, wie viel Potential unsere Vereine für die Jugendarbeit in Wachtberg durch professionelles Engagement aufbringen.
Der Bau eines vergleichbaren Kunstrasenplatzes in Regie der Gemeinde würde den Gemeindehaushalt jährlich mit 60.000 Euro bis 80.000 Euro belasten.
Wenn ein Verein bereit ist, einen Kunstrasenplatz von überregionaler Bedeutung zu bauen und dabei selbst ins Risiko geht, dann ist eine Beteiligung der Gemeinde von 12.000 Euro pro Jahr gut investiert und ich kann nur danke sagen.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Theo Hüffel