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Verwaltungsorganisation
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, unter dieser Rubrik meldet sich Ihr Bürgermeister zu Wort. Es geht dabei um die Arbeit in Rat und Verwaltung sowie um viele andere interessante Themen:
Verwaltungsorganisation
Die Reaktion auf meine Organisationsverfügung vom 21. April 2009, mit der ich meine Reformbemühungen fortsetzen möchte, überrascht. Die damit verknüpften Interpretationen sind für mich unverständlich. Bereits im April 2005 habe ich die Dezernate abgeschafft und ein neues Organisationsmodell eingeführt und gleichzeitig die Zuständigkeit des Beigeordneten neu geregelt. Weitere Veränderungen fanden im Jahr 2006 und 2007 statt. Diese Veränderungen wurden ohne Reaktion des Rates zur Kenntnis genommen.
Ich habe immer eine gute Zusammenarbeit mit dem Rat angestrebt und werde sie auch weiter pflegen. Die Organisationsverfügung ist daher für mich kein Streitthema. Ich setze daher die Zuständigkeitsreglung zunächst aus. Im Juni findet ein weiterer hausinterner Workshop zur Organisationsentwicklung statt, gleichzeitig lade ich den Rat ein, nach den Sommerferien über das Ergebnis des gemeinsamen Workshops zu diskutieren.
Es bleibt allerdings dabei, dass ich die Projektarbeit im Hause weiter fördere und auch fortentwickle. Die Wirtschaftsförderung bleibt weiter Stabstelle. Ich nehme den Rat und seine Befugnisse als demokratisches Organ sehr ernst. Dem Bürgermeister muss aber im Rahmen seiner Organisationshoheit die Regelung der Arbeitsabläufe zugestanden werden.
Der Bürger möchte, dass die Verwaltung reibungslos arbeitet. Dass die Verwaltung gut funktioniert, dokumentiert die Gemeindeprüfungsanstalt NRW in ihrem Bericht durch folgende Aussagen:
„Die gelebte Verwaltungskultur in Wachtberg begünstigt die positive Personalentwicklung in der Gemeinde. Ende des Jahres 2004 fanden Workshops mit den Beschäftigten und den Führungskräften der Gemeinde Wachtberg statt, mit deren Hilfe für eine konstruktive Gestaltung des Handlungs- und Finanzrahmens für die Aufgabenerfüllung gesorgt wurde. Gleichzeitig wurde der Grundstein für Zieldiskussionen gelegt. Diese werden auch auf politischer Ebene geführt. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung ist sich die Gemeinde bewusst, dass sie sich Ziele setzen muss, welche Aufgaben sie noch mittelfristig und langfristig selbst wahrnehmen will und welche nicht. In diesen Entwicklungsprozess sind alle Betroffenen eingebunden.“
„Die Gemeinde Wachtberg verfügt über eine Verwaltungskultur, die in Kommunen ihrer Größenordnung selten anzutreffen ist und die positive Entwicklung der Verwaltung fördert.“
„Die Gemeinde Wachtberg erhält durch eine gezielte Auseinandersetzung mit der demographischen Entwicklung die Chance, das vorzuhaltende Aufgabenprofil im Hinblick auf die sich ändernde Bevölkerungszusammensetzung neu auszurichten bzw. anzupassen. Diese Möglichkeiten sind der Verwaltungsführung nicht nur bewusst, sondern werden gezielt hinsichtlich der erforderlichen Veränderungsprozesse – beispielsweise in Form einer eigenen Kindergartenbedarfsanalyse – betrachtet.“
Nachweislich werden durch das von mir im April 2004 konzipierte Organisationsmodell jährlich 384.000 € Personalkosten eingespart.
Der Vorwurf eines Kommunalpolitikers, ich hätte bei meiner Organisationsverfügung aus Machtinteresse gehandelt, entbehrt jeder Grundlage. Im Vorfeld der Kommunalwahl scheint Nervosität einzutreten, welche sich darin äußert, dass über mögliche Bürgermeisterkandidaten spekuliert wird. Die Bürgermeisterwahl ist eine demokratische Wahl zwischen mehreren Bewerbern. Das ist selbstverständlich. Ebenso ist es selbstverständlich, dass ich mich bei der nächsten Kommunalwahl wieder zur Wahl stelle, um die mit großer Mehrheit im Rat getragene Weiterentwicklung der Gemeinde Wachtberg fortzusetzen. Darin bestätigt sehe ich mich zudem durch das große Echo bei den Bürgerinnen und Bürgern wie auch bei den Institutionen und Vereinen, die zum lebendigen Leben wesentlich beitragen. Bewerbungen anderer Kandidaten liegen meines Wissens nicht vor.
Auf der Tagesordnung steht jetzt die Umsetzung der „Wachtberger Ziele 2008“, die ich der Öffentlichkeit vorgestellt habe. Im Sommer werden wir wie bereits 2007 die Bürger befragen, ob sie mit den Angeboten und den Leistungen der Gemeinde zufrieden waren. Bereits ab Mai 2008 beschäftigen wir uns mit dem Haushalt 2009. Im Ranking mit den anderen Gemeinden belegen wir einen Spitzenplatz (Erfolgreiche Haushaltskonsolidierung, höchster Zugang an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, höchste Kaufkraftkennziffer im Rhein-Sieg-Kreis, höchste Kennziffer beim Zuzug von jungen Familien, vorbildliche Betreuungsangebote, florierendes Einkaufszentrum und Erfolge bei der Vermarktung des Gewerbegebietes, Entwicklung neuer Baugebiete und Zuzug von neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, geringe Arbeitslosenquote, geringe Steuersätze).
Man sieht, in Wachtberg gibt es keinen Stillstand und so soll es auch bleiben.
Theo Hüffel
Bürgermeister
Letzte Änderung: 16. Mai 2008 - © 2008 Gemeinde Wachtberg