Gemeinde Wachtberg

Satzung Veränderungssperre B-Plan 02/17 - Rathausstr./Odenhauser Weg, Berkum

Amtliche Bekanntmachung (Logo im Rahmen) Bekanntmachung vom 3.11.2017 (BGBl. I S. 3634) in Verbindung mit § 7 und § 41 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein‑Westfalen (GO NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.7.1994 (GV NW S. 666), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 11.4.2019 (GV. NRW. S. 202), hat der Rat der Gemeinde Wachtberg in seiner Sitzung am 3.3.2020 folgende Veränderungssperre als Satzung beschlossen:

§ 1
Anordnung einer Veränderungssperre

Zur Sicherung der Planung im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 02-17 „Rathausstraße / Odenhauser Weg“, Berkum wird der Erlass einer Veränderungssperre angeordnet.

§ 2
Räumlicher Geltungsbereich

Die Veränderungssperre erfasst ein Gebiet zwischen der Rathausstraße im Süden und der Limbachstraße im Norden, welches im Westen von der Kreuzstraße und im Osten durch den Rathausparkplatz abgegrenzt wird.

Die Veränderungssperre umfasst die im Geltungsbereich des vom Rat der Gemeinde Wachtberg am 3.3.2020 zur Aufstellung beschlossenen Bebauungsplanes Nr. 02-17 „Rathausstraße / Odenhauser Weg“, Berkum gelegenen Grundstücke im Ortsteil Berkum:

Gemarkung Berkum (054105), Flur 5, Flurstücke 321, 322, 494, 489, 491, 509, 510, 511, 502, 503, 514, 515, 516, 160, 161, 394, 395, 396, 397, 61, 60, 512, 308, 379, 380, 73, 405, 403, 404, 387.

In der zugehörigen Karte ist der Geltungsbereich der Vorkaufssatzung im Maßstab 1:1.000 durch eine ununterbrochene orange Linie (Außenkante) dargestellt. Diese Karte ist Bestandteil der Satzung und liegt zu jedermanns Einsicht im Rathaus, Rathausstraße 34, 53343 Wachtberg während der Dienststunden öffentlich aus. Ein Übersichtsplan im Maßstab 1:5.000, in dem die ungefähren Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs der Satzung dargestellt sind, ist als Anlage beigefügt.

§ 3
Inhalt und Rechtswirkungen der Veränderungssperre

Im räumlichen Geltungsbereich der Veränderungssperre entsprechend § 2 dürfen

  • Vorhaben im Sinne des § 29 BauGB nicht durchgeführt oder bauliche Anlagen nicht beseitigt werden,
  • erhebliche oder wesentlich wertsteigernde Veränderungen von Grundstücken und baulichen Anlagen, deren Veränderungen nicht genehmigungs-, zustimmungs- oder anzeigepflichtig sind, nicht vorgenommen werden.

Vorhaben, die vor dem Inkrafttreten der Veränderungssperre baurechtlich genehmigt worden sind, Unterhaltungsarbeiten und die Fortführung einer bisher ausgeübten Nutzung werden von der Veränderungssperre nicht berührt.

§ 4
Ausnahmen

Wenn überwiegende öffentliche Belange nicht entgegenstehen, kann von der Veränderungssperre in Anwendung von § 14 Abs. 2 BauGB eine Ausnahme zugelassen werden. Die Entscheidung hierüber trifft die Baugenehmigungsbehörde im Einvernehmen mit der Gemeinde.

§ 5
Inkrafttreten

Diese Satzung über die Anordnung einer Veränderungssperre tritt gemäß § 16 Abs. 2 i.V.m. § 10 Abs. 3 S. 2-5 BauGB mit der öffentlichen Bekanntmachung mit Anschlag an der Bekanntmachungstafel der Gemeinde am Rathaus, Rathausstraße 34 in Wachtberg in Kraft.

§ 6
Geltungsdauer

Die Veränderungssperre tritt nach Ablauf von zwei Jahren außer Kraft.
Sie tritt in jedem Fall außer Kraft, sobald und soweit für ihren räumlichen Geltungsbereich ein Bebauungsplan in Kraft tritt.
Für die Geltungsdauer der Veränderungssperre ist § 17 BauGB maßgebend.

Wachtberg, den 14.5.2020

Gemeinde Wachtberg
Die Bürgermeisterin
gez. Renate Offergeld

 

Die vorstehende Veränderungssperre wird hiermit ausgefertigt und gemäß § 16 Abs. 2 BauGB ortsüblich bekannt gemacht.

Die Satzung kann im Rathaus Wachtberg, Rathausstraße 34, 53343 Wachtberg, Fachbereich Gemeindeentwicklung und Bauleitplanung, aufgrund der COVID-19-Pandemie nach vorheriger Terminvereinbarung (zentrale Rathaus-Telefonnummer 0228 / 9544-0) während der Öffnungszeiten des Rathauses eingesehen werden, und zwar:

vormittags:                 Montag bis Freitag: von 08.30 bis 12.00 Uhr
nachmittags:              Montag von 14.00 bis 16.00 Uhr und 
                                  Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr

Hinweise:

I. Auf die Voraussetzungen für die Geltendmachung der Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften und von Mängeln der Abwägung sowie der Rechtsfolgen des § 215 Abs. 1 BauGB wird hingewiesen.

Unbeachtlich werden demnach

  • eine nach § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB beachtliche Verletzung der dort bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften und
  • eine unter Berücksichtigung des § 214 Abs. 2 BauGB beachtliche Verletzung der Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans und
  • ein nach § 214 Abs. 3 Satz 2 BauGB beachtlicher Mangel des Abwägungsvorgangs,

wenn sie nicht innerhalb eines Jahres seit der Bekanntmachung der Satzung schriftlich oder zur Niederschrift gegenüber der Gemeinde Wachtberg unter Darlegung des die Verletzung begründenden Sachverhaltes geltend gemacht worden sind.
 
II.  Die Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften gemäß § 7 Abs. 6 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) beim Zustandekommen der Satzung kann nach Ablauf eines Jahres seit dieser Bekanntmachung nicht mehr geltend gemacht werden, es sein denn

  1. eine vorgeschriebene Genehmigung fehlt oder ein vorgeschriebenes Anzeigeverfahren wurde nicht durchgeführt,
  2. die Satzung ist nicht ordnungsgemäß öffentlich bekanntgemacht worden,
  3. die Bürgermeisterin hat den Ratsbeschluss vorher beanstandet oder
  4. der Form- oder Verfahrensmangel ist gegenüber der Gemeinde Wachtberg vorher gerügt und die dabei verletzte Rechtsvorschrift oder die Tatsache bezeichnet worden, die den Mangel ergibt.

III. Gemäß § 18 Abs. 3 Satz 2 BauGB wird auf folgende Bestimmungen hingewiesen:         
Dauert die Veränderungssperre länger als vier Jahre über den Zeitpunkt ihres Beginns oder der ersten Zurückstellung eines Baugesuchs nach § 15 Abs. 1 BauGB hinaus, ist den Betroffenen für dadurch entstandene Vermögensnachteile eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten (§ 18 Abs. 1 Satz 1 BauGB).

Der Entschädigungsberechtigte kann Entschädigung verlangen, wenn die in § 18 Abs. 1 Satz 1 BauGB bezeichneten Vermögensnachteile eingetreten sind. Er kann die Fälligkeit des Anspruchs dadurch herbeiführen, dass er die Leistung der Entschädigung schriftlich bei der Gemeinde Wachtberg beantragt (§ 18 Abs. 2 Satz 2 und 3 BauGB). Auf die Vorschrift des § 44 Abs. 4 i. V. m. § 18 Abs. 3 Satz 1 BauGB zum Erlöschen des Entschädigungsanspruchs wird hingewiesen.

Wachtberg, den 14.5.2020
gez. Renate Offergeld
Bürgermeisterin

Hinweis: Die nachfolgend aufgeführten Bekanntmachungen erfolgen rechtsverbindlich gemäß § 14 Abs. 1 der Hauptsatzung der Gemeinde Wachtberg durch Aushang an der Bekanntmachungstafel am Rathaus, Rathausstraße 34, 53343 Wachtberg-Berkum - vom 19.05.2020 bis 02.06.2020